Schwierige Bergung von verletztem Alpinisten im Ötztal
Nach einem Unfall im Bereich des Hinteren Daunkopfes konnte ein verletzter Ungar erst Stunden später von der Bergrettung geborgen und ins Tal abtransportiert werden.
Längenfeld – Ein 55-jähriger Alpinist war Donnerstagnachmittag mit weiteren 22 Personen im Bereich des Hinteren Daunkopfes (Gemeindegebiet von Längenfeld) unterwegs. Der Ungar löste laut Polizei beim Aufstieg selbst einen Stein aus, er wurde am Fuß getroffen und verletzt. Ein Begleiter setzte den Notruf ab. Da eine Bergung mittels Hubschrauber aufgrund des Nebels nicht möglich war, wurde die Bergrettung verständigt.
„Aufgrund der Ortsangabe des Meldungslegers war anzunehmen, dass sich der Unfall im Gemeindegebiet von Neustift im Stubaital ereignet hat“, heißt es im Polizeibericht. Die Bergretter rückten aus und trafen auf dem Gipfel des Daunkopfs die übrigen 21 Gruppenmitglieder an. Anschließend stellte sich heraus, dass der Unfallort im Gemeindegebiet von Längenfeld liegt. Die Gruppe wurde von zwei Bergrettern zur Dresdner Hütte begleitet.
Unterdessen wurde die zuständige Bergrettung Grieß informiert, die mit acht Mann zur Unfallstelle aufstieg. Gegen 22.15 Uhr - der Unfall ereignete sich gegen 16.45 Uhr - wurden der Verletzte und dessen Begleiter angetroffen. Der 55-Jährige wurde teils über wegloses, teils über seilversichertes Gelände liegend abtransportiert. Gegen 1.30 Uhr wurde der Alpinist schließlich mit der Rettung ins Krankenhaus Zams eingeliefert. (TT.com)