Zweimal alt, einmal neu
„Aller guten Dinge sind drei“ lautet die Devise dieser Mountainbike-Tour. Von Aldrans aus geht es über die Aldranser zur Sistranser und Lanser Alm, die letzte wurde erst vor wenigen Wochen eröffnet.
Von Irene Rapp
Aldrans –Am gestrigen Freitag sind wir diese Mountainbike-Runde oberhalb des südöstlichen Mittelgebirges von Innsbruck gefahren, der Hochnebel verzog sich schnell. Nur schade, dass wir nicht mehr Zeit hatten: Denn eigentlich hätte man in der Aldranser Alm eine Suppe, in der Sistranser Alm eine Hauptspeise und in der Lanser Alm Kaffee und Kuchen genießen können.
Auf der rund neun Kilometer langen Strecke (ohne die Abfahrt ins Tal) reihen sich nämlich diese drei Almen aneinander – die „Jüngste“ ist die Lanser Alm. 2009 musste das Gebäude aufgrund nicht mehr der Zeit entsprechender Ausstattung zugesperrt werden. Anfang August wurde sie nun wieder eröffnet: Nach umfassenden Renovierungsarbeiten präsentiert sie sich als kleine, gemütliche Einkehr. In der Stube etwa wurde darauf geachtet, die Steine aus der Ursprungszeit des zum Teil mehrere Jahrhunderte alten Gebäudes zu erhalten.
So kommt man hin: Startpunkt ist der Kreisverkehr Aldrans/Rinn/Sistrans. Zunächst geht es auf Asphalt ein kurzes Stück durch die Siedlung Fagslung. Bald jedoch wechselt man auf einen Feldweg und soviel steht jetzt schon fest - aufgrund der guten Beschilderung läuft man nie Gefahr, sich zu verirren. Die gesamte Runde verläuft auf offiziellen Mountainbike-Strecken, auch wenn die Beschilderung auf den letzten Abfahrtskilometern ins Tal noch fehlt. „Der Weg ist allerdings schon freigegeben“, sagt der Lanser Bürgermeister Christian Meischl.
Im Laufe dieses Jahres soll dieser Weg im unteren Abschnitt noch ausgebessert werden, die Schilder werden dann allerspätestens mit Beginn der Mountainbike-Saison im nächsten Jahr stehen.
Doch zurück zur Auffahrtsstrecke, die mit mehreren Vorteilen aufwarten kann: Die Forstwege sind mountainbikefreundlich und die nordseitige Ausrichtung der Tour durch meist dichten Wald schützt auch an heißen Tagen vor einem Kollaps. In vielen Kehren zieht sich der Weg zur Aldranser Alm hinauf, an einer Weggabelung – beide Wege führen zur Alm – hält man sich rechts. Nach 6 km hat man dann das erste Ziel erreicht.
Weiter zur Sistranser Alm muss man wieder ein kurzes Stück zum bekannten Auffahrtsweg retour, dann bergauf weiter. Nach zwei Kilometern – gut beschildert, samt kurzer Abfahrt – steht man vor der Sistranser Alm. Nun auf einem kurzen, holprigen Wiesenweg hinunter auf eine Forststraße, man hält sich links und fährt die letzte Viertelstunde hinauf zur Lanser Alm.
Zurück geht es auf dem bekannten Forstweg hinab bis zur Abzweigung zur Sistranser Alm, dann auf dem Forstweg ins Tal, bis man auf Höhe von Sistrans ist. Dort rechts auf den Patscherkofel-Radweg durch Sistrans zum Ausgangspunkt. Doch Achtung: Gestern gab auf dem Weg ins Tal Waldarbeiten, die heute fortgeführt werden – dann müsste man wieder über die Sistranser und Aldranser Alm abfahren.
Infos zur Tour
Ausgangspunkt: Von Innsbruck kommend nach Aldrans ins Dorfzentrum, kurz links und gleich wieder rechts aufwärts Richtung Rinn zum Kreisverkehr Sistrans/Aldrans/Rinn (in der Nähe vom Lichtstudio Bartenbach), kurz davor gibt es auf der linken Straßenseite einige kostenlose Parkplätze.
Zu bewältigende Strecke: rund 18,5 Kilometer sowie 900 Höhenmeter im Aufstieg.
Wegbeschaffenheit: Der Großteil der Strecke führt über Forst- und Schotterwege in unterschiedlichster Beschaffenheit.
Die drei Almen: Die Aldranser Alm liegt auf 1511 Meter Seehöhe, 2014 wurde sie umgebaut. Dort finden viele Veranstaltungen – vom Sonntagsfrühstück bis zum Jazz- abend – statt. Die Sistranser Alm liegt genau hundert Meter höher als die Aldranser Alm (1611 Meter). Und noch weiter oben liegt die Lanser Alm – auf 1718 Metern. Auf den Homepages von Aldranser und Sistranser Alm gibt es mehr Infos, u.a. über die Öffnungszeiten.
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