Warten auf die Süßkartoffel
Rum – Die Neugierde steigt von Tag zu Tag. Doch noch sind die Süßkartoffeln aus Tirol nicht sichtbar. Nur dichte Ranken mit kleinen Blättern...
Rum –Die Neugierde steigt von Tag zu Tag. Doch noch sind die Süßkartoffeln aus Tirol nicht sichtbar. Nur dichte Ranken mit kleinen Blättern breiten sich auf dem Feld aus, schildert der Obmann der Tiroler Gemüsebauern, Josef Schirmer aus Rum, der gleichzeitig Feldforscher ist.
Auf einem Sonnenhang vor seinem Feld wachsen jedes Jahr Gemüseexoten, die es in Tirol so noch nicht gibt, wie heuer die dicke orange Knolle. „Die Süßkartoffeln kommen aus Peru. Wir Gemüsebauern haben uns gefragt, ob das bei uns auch wachsen kann“, erklärt Schirmer.
In Tirol, vor allem im mittleren Inntal von Weer bis Stams, gebe es derzeit 65 Gemüsesorten. „Wir wollen immer etwas Neues ausprobieren.“ Die Konsumenten sollen damit für regionale Produkte begeistert werden.Deshalb baut Schirmer neben den exotischen Süßkartoffeln auch sieben neue Kürbis- und Kohlsorten an. Noch denkt er beim Anblick seines Blattkohls an Blumen.
Wenig später schmecken ihm die damit gefüllten Blätterteigtascherln aber. Bis er zum ersten Mal Tiroler Süßkartoffeln kosten kann, wird es aber etwa zwei Wochen dauern. Dann soll es eine erste „Probe-Ernte“ geben. Bei einem Fest am 1. Oktober auf der Arzler Alm werden die Raritäten verkostet. (deda)
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