Tirol

Nach Fenstersturz in Telfs: Bub kann bereits trinken

Das Kleinkind stürzte aus dem vierten Stock dieses Hauses in die Tiefe.
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Nach dem Elf-Meter-Absturz ist das Telfer Kleinkind auf dem Weg der Besserung.

Innsbruck, Telfs – Mit dem 18 Monate alten Bub, der elf Meter abgestürzt ist, geht es weiter bergauf: „Das Kind redet inzwischen, trinkt wieder aus der Flasche und lässt sich von seiner Mutter beruhigen“, beschreibt Uwe Klingkowski, Chef der Kinderintensivstation der Innsbrucker Klinik, die Genesungsfortschritte: „Wie es ausschaut, können wir den Buben Anfang der kommenden Woche von der Intensivstation auf die Kinderstation verlegen.“

Vor einer Woche befand sich das Kleinkind noch in akuter Lebensgefahr. Es war am 12. August, als der Bub in seinem Telfer Kinderzimmer auf die Fensterbank kletterte und fünf Stockwerke (rund elf Meter) in die Tiefe stürzte. Mit schwerwiegenden Folgen: „Das Kind erlitt Rippenbrüche, Herz- und Lungenprellungen“, schildert Klingkow­ski: „Auch der Unterkiefer war gebrochen, was einen hohen Blutverlust zur Folge hatte.“

Das Ärzteteam konnte die akute Lebensgefahr zunächst mit Blutkonserven bannen. Nicht zuletzt auch, weil das Gehirn des Buben den Aufprall vergleichsweise gut überstanden hatte. „Es lag keine schwere Hirnschwellung vor, der Hirndruck war nicht sehr erhöht“, erinnert sich Klingkowski.

Trotz der Genesungsfortschritte ist „der Bub noch nicht ganz der Alte“, schränkt der Leiter der Kinderintensivstation ein: „Er ist unruhig und weint immer wieder, schläft aber in der Nacht gut.“

Ob Spätfolgen zu befürchten sind, kann Klingkowski zum jetzigen Zeitpunkt nicht endgültig beantworten: „Die Prognose ist positiv. Genaueres kann man wohl erst in einem Jahr sagen.“ Unklar ist auch, ob weitere Operationen – etwa im Kieferbereich – notwendig sind.

Die Angehörigen des Kleinkindes, die zunächst unter Schock standen, seien inzwischen wieder optimistisch: „Wir konnten sie immer mehr beruhigen.“ Nach Ansicht des Arztes hatte der Bub beim Aufprall Glück im Unglück: „Er dürfte seitlich aufgekommen sein, daher haben Rippen und Lunge einen Großteil der Energie aufgefangen.“ (tom)