Premiers von Serbien und dem Kosovo setzen am Dienstag Dialog fort
Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Die Ministerpräsidenten Serbiens und des Kosovo, Aleksandar Vucic und Isa Mustafa, kommen am Dienstag i...
Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Die Ministerpräsidenten Serbiens und des Kosovo, Aleksandar Vucic und Isa Mustafa, kommen am Dienstag in Brüssel zu einer neuen Dialogrunde zusammen. Bei dem Treffen sollen Ankündigungen zufolge schon seit geraumer Zeit auf dem Tisch liegende Fragen etwa eines Energie- und eines Telekommunikationsabkommens finalisiert werden.
Auf dem Programm steht auch die vor fast zweieinhalb Jahren vereinbarte Schaffung einer Gemeinschaft serbischer Gemeinden im Kosovo. Dabei geht es um eine Art Autonomie für die Kosovo-Serben. Eines der Themen soll auch die Bewegungsfreiheit über die Ibar-Brücke in der nordkosovarischen Stadt Mitrovica sein, wo ortsansässige den Verkehr blockieren.
Die bisher letzte, 17-stündige Gesprächsrunde der zwei Regierungschefs unter Vermittlung der EU war Ende Juni in Brüssel ohne konkrete Resultate verlaufen. Vucic bekundete nun die Bereitschaft, sich sowohl in Brüssel als auch danach bei der Westbalkan-Konferenz in Wien am Mittwoch um Fortschritte bei der Lösung der Probleme mit dem Kosovo bemühen zu wollen.
Dem Treffen der Ministerpräsidenten werden am Montag in Brüssel Expertengespräche der zwei Seiten vorausgehen.
Der zu 90 Prozent von Albanern bewohnte Kosovo hatte nach dem Krieg 1998/99 und Jahren der UNO-Verwaltung 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Serbien will dies trotz des seit November 2012 auf Ebene der Regierungschefs laufenden Normalisierungs-Dialogs nicht anerkennen. Bisher zwischen Belgrad und Prishtina erzielte Einigungen betreffen den Grenzverkehr und die Anerkennung von Hochschulabschlüssen. Auch die Polizeikräfte im serbisch dominierten Norden des Kosovo wurden in die kosovarischen Polizeikräfte integriert. Die Normalisierung gilt als Voraussetzung für eine weitere EU-Annäherung Serbiens und des Kosovo.
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