Nordkorea zwischen Entspannung und Säbelrasseln - Chronologie

Pjöngjang (APA/dpa) - Ende 2011 rief das nordkoreanische Regime Kim Jong-un, Sohn des langjährigen Alleinherrschers Kim Jong-il, zum neuen M...

Pjöngjang (APA/dpa) - Ende 2011 rief das nordkoreanische Regime Kim Jong-un, Sohn des langjährigen Alleinherrschers Kim Jong-il, zum neuen Machthaber aus. Seitdem verfolgt das abgeschottete Land eine Politik zwischen Entspannung und Säbelrasseln.

April 2012: Nach internationaler Kritik an einem gescheiterten Raketentest fühlt sich Nordkorea nicht mehr an ein Abkommen mit den USA gebunden, das unter anderem den Verzicht auf Atomversuche vorsah.

Dezember 2012: Trotz internationaler Warnungen befördert das Regime einen Satelliten ins All. Die USA und Südkorea befürchten, dass damit eine Interkontinentalrakete getestet werden sollte.

Jänner 2013: Kim Jong-un erklärt bessere Lebensbedingungen im Land zum obersten Ziel im neuen Jahr. Zudem ruft er zum Ende der Konfrontation mit Seoul auf.

Februar/März 2013: Allen Warnungen zum Trotz unternimmt Pjöngjang einen weiteren unterirdischen Atomversuch. Der UN-Sicherheitsrat antwortet mit Sanktionen.

April 2013: Pjöngjang droht den USA daraufhin mit einem Atomschlag und kappt den „Heißen Draht“ nach Südkorea.

Juni 2013: Nordkorea stimmt einem innerkoreanischen Ministertreffen zu und stellt die Kommunikation an der Grenze wieder her.

Februar 2014: Zum ersten Mal seit drei Jahren können sich Verwandte aus beiden Teilstaaten wieder in Nordkorea treffen.

Oktober 2014: Zwischen Grenzposten beider Teilstaaten kommt es zum Schusswechsel. Nordkorea fühlte sich durch Flugblätter provoziert.

November/Dezember 2014: Bei einem Cyber-Angriff auf das Hollywood-Studio Sony Pictures stehlen Hacker vertrauliche Informationen. Nach Terror-Drohungen steht außerdem der Kinostart der Nordkorea-Satire „The Interview“ zunächst infrage. Das FBI macht Pjöngjang verantwortlich, das den Vorwurf zurückweist. Die USA verhängen neue Sanktionen.

August 2015: Landminen an der innerkoreanischen Grenze verletzen zwei südkoreanische Soldaten. Seoul macht Pjöngjang verantwortlich und nimmt seine Propaganda-Durchsagen an der Grenze nach elf Jahren Unterbrechung wieder auf. Nach einem Schusswechsel an der Grenze versetzt Pjöngjang seine Grenztruppen in Gefechtsbereitschaft.