Mehr Wespeneinsätze als Brandalarme bei Feuerwehr
Schwaz – Die Wespen halten diesen Sommer auch die Feuerwehren im Bezirk Schwaz auf Trab. „Wir hatten bis jetzt schon knapp über 280 Wespenei...
Schwaz – Die Wespen halten diesen Sommer auch die Feuerwehren im Bezirk Schwaz auf Trab. „Wir hatten bis jetzt schon knapp über 280 Wespeneinsätze“, sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Hans Steinberger. Dabei gehe es um die Entfernung von Wespennestern. Laut Steinberger gebe es in jeder Feuerwehr Mitglieder, die sich darauf spezialisiert hätten und mehrmals pro Woche nach Feierabend dafür im Einsatz seien. So war die Feuerwehr in Uderns beispielsweise unlängst innerhalb weniger Tage gleich siebenmal mit der Entfernung von Wespennestern beschäftigt. „Wir verlangen dafür nichts, denn es ist für die Bürger mitunter eine große Belastung. Viele spenden aber was“, sagt Steinberger. An schwer zugänglichen Orten wie beispielsweise hinter Rollokästen würden die Nester ausgeräuchert werden. „Wir sind aber keine Wespenkiller. Im Normalfall werden die Nester in Jutesäcke gegeben und dann im Wald wieder ausgelassen“, erklärt Steinberger. Auch bei Hornissen ist die Feuerwehr immer wieder gefragt. „Die sind zwar größer, aber schwerfälliger und weniger aggressiv. Vor allem aber sind sie eine geschützte Art“, sagt Steinberger. Daher würden Hornissennester auch nur unter gewissen Umständen entfernt werden. „Wenn sie zum Beispiel nahe eines Kinderspielplatzes sind“, erklärt Steinberger.
Im Bezirk Schwaz hat er heuer mehr Wespeneinsätze als noch im Vorjahr verzeichnet. Der Rekord liege bei insgesamt 650 Wespennestereinsätzen im Jahr. Zum Vergleich: Heuer stehen die 280 Wespeneinsätze 183 Fehlalarmen und 180 Brandeinsätzen gegenüber. (ad)