Journalisten im Südsudan streikten nach Mord an Reporter
Juba (APA/dpa) - Die privaten Medien im Südsudan haben am Freitag aus Protest gegen die Erschießung eines Reporters für 24 Stunden die Arbei...
Juba (APA/dpa) - Die privaten Medien im Südsudan haben am Freitag aus Protest gegen die Erschießung eines Reporters für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. „Solche Verbrechen gegen Journalisten, gegen die Meinungsfreiheit, gegen die Öffentlichkeit müssen von den Behörden verhindert werden“, forderte der Chef des südsudanesischen Journalistenverbandes, Edward Terso, am Freitag.
Der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Christoph Strässer, appellierte ebenfalls an den Südsudan, sich entschieden für den Schutz der Pressefreiheit einzusetzen. „Es darf nicht sein, dass Menschen, die sich für ein friedliches Zusammenleben, Transparenz und die Wahrheit einsetzen, verfolgt und eingeschüchtert werden“, sagte er einer Pressemitteilung zufolge.
Der Journalist Peter Julius Moi war am Dienstagabend in der Hauptstadt Juba auf offener Straße erschossen worden. Erst am Sonntag hatte Präsident Salva Kiir kritischen Journalisten mit dem Tod gedroht. „Pressefreiheit bedeutet nicht, dass man gegen das Land arbeitet“, fügte Kiir dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) zufolge hinzu. In dem von Kriegswirren erschütterten Land wurden in diesem Jahr bereits sechs Journalisten getötet.
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