Forum Alpbach

Auf der Suche nach Lösungen und Quartieren

Die Zahl der Flüchtlinge nimmt nicht ab. Deshalb sucht das Land Tirol weiter nach längerfristigen Unterbringungsmöglichkeiten. (Symbolfoto)
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Das Forum Alpbach lädt am 4. September Bürgermeister zu einem Vernetzungstreffen. Gemeinsam will man Wege aus der Krise finden.

Alpbach –Reden. Reden. Reden. Für den Zirler Bürgermeister Josef Kreiser ist „Kommunikation mit allen Beteiligten“ eine Grundvoraussetzung, wenn eine Flüchtlingsunterkunft in einem Ort neu geschaffen wird. In Zirl hat man damit schon länger durchwegs gute Erfahrungen. „Es ist eigentlich gar nicht so schwer, braucht aber die Anstrengung aller Organisationen im Ort.“

Die Asylfrage, die Suche nach Quartieren, sie ist das bestimmende Thema in der Innenpolitik. Und das seit Monaten. Auch das Forum Alpbach widmet sich diesem Thema – mit einem relativ kurzfristig einberufenen Vernetzungstreffen. Ziel sei es, noch mehr Gemeinden dafür zu gewinnen, Flüchtlingen ein menschenwürdiges Quartier zu geben. Zahlreiche Bürgermeister und Privatpersonen beweisen in ihren Gemeinden seit Wochen großartige Bereitschaft, unkompliziert Flüchtlingen zu helfen. „Hier steckt unglaublich viel Kreativität, Solidarität und Hilfsbereitschaft drin“, so Fischler. „Wir möchten diesen Pionieren in Alpbach die Möglichkeit bieten, im persönlichen Gespräch mit Experten Erfahrungen und Wissen über den richtigen Umgang mit traumatisierten Menschen auszutauschen.“

Seit 70 Jahren bietet das Europäische Forum Alpbach eine Plattform für Entscheidungsträger, Experten und engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich vernetzen und gemeinsam Lösungen suchen. Diskutiert wird unter dem diesjährigen Generalthema „UnGleichheit“ unter anderem auch über die Asylkrisen innerhalb wie außerhalb von Europa.

Interessierte Bürgermeister und Amtsleiter sind übrigens herzlich eingeladen, sich per E-Mail an bgm@alpbach.org für das Treffen anzumelden. Das haben auch schon etliche Bürgermeister getan. Neben Tiroler Vertretern hat auch der Traiskirchener Bürgermeister Andreas Babler seine Zusage gegeben.

Doch bei der Unterbringung, so erklärt Kreiser, bleibt es dann nicht. „Es geht nicht nur darum, den Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten, sondern auch um die spätere Integration. Hier muss der Bund auch Pakete schnüren.“ Vom Treffen mit Amtskollegen erhofft sich der Zirler Ortschef „Erfahrungsaustausch und neue Lösungsansätze“ in der Quartiersuche. (TT, mw)