Das Wacker-Spektakel hatte Pause
Nicht so spektakulär wie zuletzt, aber weiter siegreich: Der FC Wacker besiegte Austria Lustenau gestern im Tivoli mit 1:0 und bleibt damit vor dem Duell mit Austria Salzburg Tabellenführer der Sky Go Erste Liga.
Von Tobias Waidhofer
Innsbruck – Never change a winning team – Klaus Schmidt vertraute gestern beim kleinen Westderby (das große folgt ja kommendes Wochenende bei der Salzburger Austria) vor 4467 Fans gegen Austria Lustenau auf jene Startelf, die vor einer Woche den FC Liefering mit 4:1 aus dem Stadion geschossen hatte.
Ergebnisse der 6. Runde:
FC Liefering - SC Wr. Neustadt 0:1 (0:0)
Grödig, Das.Goldberg Stadion, SR Altmann. Tor: Klaric (75.)
SKN St. Pölten - Austria Klagenfurt
1:1 (0:0)
NV-Arena, SR Grobelnik. Tore: Thürauer (79.) bzw. Beslic (59.). Rote Karte: Kerschbaumer (73./Tätlichkeit/Klagenfurt)
Wacker Innsbruck - SC Austria Lustenau
1:0 (1:0)
Tivoli-Stadion, SR Weinberger. Tor: Freitag (30.)
FAC - Kapfenberger SV
0:3 (0:2)
FAC-Platz, SR Jäger. Tore: Ritscher (37.), Frieser (44.), Bubalovic (68.)
LASK Linz - Austria Salzburg 2:0 (2:0)
Stadion der Stadt Linz, SR Harkam. Tore: Gartler (24.), Hinum (37.)
Doch den besseren Start hatten die Gäste aus Vorarlberg: Schon nach 30 Sekunden musste Wacker-Goalie Weiskopf gegen Pius Grabher klären. Nur langsam kam der zuletzt so erfolgreiche Wacker-Express in Fahrt. Der erste gefährliche Angriff landete im Außennetz – Armin Hamzic hatte es mit einem Flachschuss probiert (13.).
Wenn die Lustenauer in der ersten Halbzeit gefährlich wurden, dann nur über die linke Innsbrucker Seite, wo der Brasilianer Jailson Wacker-Youngster Michi Lercher immer wieder Probleme bereitete. So auch in der 23. Minute: Jailson bediente Trainersohn Seifedin Chabbi, der zum Glück aus kurzer Distanz nur die Latte traf. In der gleichen Aktion hätte nach einem Hölzl-Aussetzer auch Grabher fast noch für die Vorarlberger Führung gesorgt.
Das war aber der einzige zittrige Moment in Halbzeit eins. Der FC Wacker übernahm wieder das Kommando und belohnte sich nach einer halben Stunde selbst: Einen Eckball köpfelte Christoph Freitag mit seinem dritten Saisontor zum 1:0 ein.
Die Führung ließ die Innsbrucker noch sicherer werden. Das zeigte sich in der 39. Minute, als Kapitän Alex Hauser mit einem fulminantem Volley nur knapp das 2:0 verpasste.
Lustenau-Coach Lassad Chabbi musste aber in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Mannschaft kam noch aggressiver aus der Kabine. Und Jailson hätte nach 55 Minuten eigentlich für den Ausgleich sorgen müssen, fand aber seinen Meister in Weiskopf. Doch die Schmidt-Truppe fing sich wieder – und fast hätte Freitag seinen zweiten Treffer am Freitag erzielt. Sein Halbvolley wurde jedoch in der 59. Minute eine Beute von Lustenau-Goalie Christopher Knett.
Lustenau hatte in der Folge mehr vom Spiel und in der 74. Minute die Riesenchance auf den Ausgleich: Doch Thiago zielte völlig freistehend zu hoch. Das Match wurde zur Zitterpartie, die der FC Wacker auch dank der bombensicheren Innenverteidigung und dem starken Schlussmann Julian Weiskopf schadlos überstand.
Das freute auch die 300 Asylwerber, die das Match auf Einladung des Vereins lautstark auf der Westtribüne verfolgt hatten. Der FC Wacker reist damit als Tabellenführer zum Westderby gegen Austria Salzburg. Nur wohin ist noch die Frage. Das war gestern laut Wacker-Pressesprecher Benjamin Rohrer immer noch nicht restlos geklärt. Es wird aber wohl bei Schwanenstadt bleiben.
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