Terroranschlag in Zug - Angreifer war offenbar in Syrien
Madrid/Paris (APA) - Jener Mann, der am Freitagabend in einem Hochgeschwindigkeitszug von Amsterdam nach Paris das Feuer auf Fahrgäste eröff...
Madrid/Paris (APA) - Jener Mann, der am Freitagabend in einem Hochgeschwindigkeitszug von Amsterdam nach Paris das Feuer auf Fahrgäste eröffnete, war offenbar nicht nur französischen und belgischen, sondern auch dem spanischen Geheimdienst bekannt. Wie die Tageszeitung „El Pais“ berichtete, soll der 26-Jährige erst kürzlich nach Frankreich zurückgekehrt und zuvor in Syrien gewesen sein.
Unter Verweis auf spanische Geheimdienstkreise berichtete das Blatt weiter, der mutmaßliche Attentäter habe bis 2014 ein Jahr lang in Spanien gelebt. Danach sei er kurz nach Frankreich zurückgekehrt, bevor er sich nach Syrien begab. Bereits zuvor hatten belgische und französische Medien berichtet, der 26-Jährige marokkanischen Ursprungs sei den Sicherheitsbehörden wegen seiner Verbindungen zu terroristischen Kreisen bekannt gewesen.
Ob es sich bei dem schwer bewaffneten Mann, den US-Soldaten in zivil offenbar im letzten Moment daran hindern konnten in dem mit rund 550 Menschen besetzten Zug ein Blutbad anzurichten, tatsächlich um den geheimdienstbekannten 26-Jährigen handelt, ist noch nicht zweifelsfrei geklärt. Ihm wurden nach seiner Verhaftung im nordfranzösischen Arras Fingerabdrücke abgenommen.
Während der belgische Premier Charles Michel bereits unmittelbar nach der Tat von einem „Terroranschlag“ sprach, waren die französischen Behörden noch vorsichtiger. Die Ermittlungen liefen noch, hieß es aus Paris.
Unterdessen wurden weitere Details zu den beiden US-Soldaten bekannt, die den Angreifer überwältigen konnten. Wie CNN berichtet, handelt es sich um ein Mitglied der US-Luftwaffe sowie einen Angehörigen der Nationalgarde - beide befanden sich zufällig im Thalys-Schnellzug. Demnach soll ein weitere, mitreisender US-Amerikaner geholfen haben, den Angreifer zu überwältigen.
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