Rechtsextreme Ausschreitungen in Sachsen: Mehr als zehn Verletzte
Heidenau (APA/dpa/Reuters) - Bei Ausschreitungen von rechtsextremen Demonstranten gegen Flüchtlinge und die Polizei sind in der Nacht zum Sa...
Heidenau (APA/dpa/Reuters) - Bei Ausschreitungen von rechtsextremen Demonstranten gegen Flüchtlinge und die Polizei sind in der Nacht zum Samstag in Heidenau nahe Dresden im ostdeutschen Bundesland Sachsen mehr als zehn Menschen verletzt worden. Die emotional aufgeheizten Anhänger der NPD hatten mit Gewalt versucht, ankommende Busse mit Asylbewerbern aufzuhalten.
Die Randalierer bewarfen Polizisten mit Steinen, Flaschen und Böllern. Außerdem versuchten sie, die Straße mit Bauzäunen zu blockieren. Wie ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Samstagmorgen sagte, habe das DRK zehn Verletzte versorgt, mehrheitlich Polizisten. Allerdings gab es laut DRK noch mehr Verletzte, diese wurden jedoch von anderen Rettungskräften betreut.
Der deutsche Justizminister Heiko Maas verurteilte die Angriffe auf die Flüchtlinge in Heidenau scharf. „Wir dürfen niemals tolerieren, dass Menschen in unserem Land bedroht oder angegriffen werden. Dagegen müssen wir mit aller Härte des Rechtsstaates vorgehen“, erklärte der SPD-Politiker am Samstag. „Gegenüber Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gilt null Toleranz.“
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