Land Tirol kämpft gegen „amerikanische Faulbrut“ bei Honigbienen
Innsbruck (APA) - Das Land Tirol geht gegen gehäuft auftretende Fälle der „amerikanischen Faulbrut“ bei Honigbienen vor. Die Befallszahlen s...
Innsbruck (APA) - Das Land Tirol geht gegen gehäuft auftretende Fälle der „amerikanischen Faulbrut“ bei Honigbienen vor. Die Befallszahlen stiegen in den vergangenen zwei Jahren an. Wurden davor lediglich ein bis zwei Fälle pro Jahr registriert, waren im Jahr 2014 allein im hinteren Zillertal rund 20 Bienenstände betroffen. Vor einigen Wochen wurde schließlich ein Befall in Axams und Grinzens gemeldet.
Daraufhin wurden alle Bienenvölker in einem Sperrkreis von rund drei Kilometern von Bienensachverständigen kontrolliert, hieß es in einer Aussendung am Samstag. Mit dem Ergebnis, dass weitere befallene Bienenvölker in Birgitz, Völs und Natters entdeckt wurden. Erst vergangene Woche verzeichneten die Experten einen neuen Fall in Kirchberg. Die von einem Amtstierarzt verhängten Sperrgebiete sind auf der Homepage des Tiroler Imkerverbands unter www.tirolerimkerverband.at einsehbar.
Falls ein Bienenbestand von der „amerikanischen Faulbrut“ befallen ist, wird eine Desinfektion behördlich angeordnet. Um diese Arbeit zu erleichtern, hat der Landesverband für Bienenzucht in Tirol alle notwendigen Geräte und Hilfsmittel in einem Anhänger zusammengestellt. Damit können alle Bienenkisten und das gesamte Imkerwerkzeug desinfiziert und das betroffene Bienenvolk auf neue Waben umgesiedelt werden.
„Da mir die Bienenhaltung in Tirol ein wichtiges Anliegen ist, wurden die Kosten für dieses ‚Tiroler Gesundheitsmobil‘ vom Land Tirol übernommen“, erklärte der zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP). Den Innenausbau übernahm die Landwirtschaftliche Lehranstalt Imst (LLA), wo das Gesundheitsmobil auch stationiert ist und unter der Telefonnummer 05412/66346-30 angefordert werden könne.
Den Imkern entstehen bei den behördlich angeordneten Einsätzen zur Bekämpfung der „amerikanischen Faulbrut“ keine Kosten. Jeder Imker könne allerdings das Gesundheitsmobil auch zum Reinigen und Desinfizieren seiner Bienenstöcke ausleihen. In diesem Fall werde ein Unkostenbeitrag verrechnet, hieß es.
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