Nord- und Südkorea bemühen sich um diplomatische Lösung
Seoul/Pjöngjang (APA/Reuters) - Nord- und Südkorea streben in ihrem jüngsten Grenzkonflikt eine diplomatische Lösung an. Die von Nordkorea a...
Seoul/Pjöngjang (APA/Reuters) - Nord- und Südkorea streben in ihrem jüngsten Grenzkonflikt eine diplomatische Lösung an. Die von Nordkorea angedrohte Militäraktion blieb angesichts der für Samstag geplanten Gespräche zwischen hochrangigen Vertretern beider Länder zunächst aus. Das Treffen war eine halbe Stunde nach Ablauf der Frist angesetzt.
Teilnehmen sollten aufseiten Südkoreas der Sicherheitsberater von Präsidentin Park Geun-hye sowie der Minister für die Wiedervereinigung. Nordkorea wurde durch den Militärberater von Machthaber Kim Jong-un und dem für die zwischenstaatlichen Beziehungen zuständigen Politiker vertreten.
In dem Konflikt standen die Zeichen zuletzt auf Konfrontation. Kim versetzte seine Armee am Freitag in volle Gefechtsbereitschaft und forderte den Süden ultimativ auf, anti-nordkoreanische Propaganda über Lautsprecher in der entmilitarisierten Zone zu beenden. Der Grenzstreifen trennt die beiden Staaten seit 1953, als der Korea-Krieg mit einem Waffenstillstand endete. Andernfalls beginne am Samstagnachmittag (10.30 Uhr MESZ) eine Militäraktion.
Südkorea begann mit der Beschallung, nachdem bei der Explosion von Minen an der Grenze zwei südkoreanische Soldaten verletzt worden waren. Südkorea will die Lautsprecherdurchsagen fortsetzen, bis sich Nordkorea für den Zwischenfall entschuldigt.
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