Hacker von Seitensprung-Portal drohen mit weiteren Attacken

Die Hacker-Gruppe warf dem Seitensprung-Portal Ashley Madison vor, über dessen Website werde auch Menschenhandel betrieben. Die Betreiber behämen sich wie „Drogendealer, die Süchtige ausnutzen“.

Die Hacker hatten vor wenigen Tagen vertrauliche Informationen über rund 32 Millionen Nutzer des Seitensprung-Portals "Ashley Madison" ins Internet gestellt.
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Washington/Toronto – Nach dem Hacker-Angriff auf das Seitensprung-Portal Ashley Madison haben die Täter mit weiteren Cyberattacken gedroht. Nicht nur Websites, sondern „alle Unternehmen, die hunderte Millionen damit machen, dass sie von den Schmerzen, Geheimnissen und Lügen anderer profitieren“ könnten gehackt werden, erklärte die Gruppe namens The Impact Team per E-Mail gegenüber der Medienwebseite „Motherboard“.

Dem Seitensprung-Portal warf die Gruppe vor, über dessen Website werde auch Menschenhandel betrieben. Die Betreiber behämen sich wie „Drogendealer, die Süchtige ausnutzen“.

80.000 Österreicher betroffen

Die Hacker hatten vor wenigen Tagen vertrauliche Informationen über rund 32 Millionen Nutzer des Seitensprung-Portals ins Internet gestellt. Experten für Internetsicherheit stuften die veröffentlichten Daten, darunter Nutzernamen, Passwörter, Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern, als echt ein. Auch rund 15.000 Nutzer mit Regierungs- oder Militäradressen sollen betroffen sein, bei rund 80.000 Datensätzen war zudem als Herkunftsland Österreich angegeben. Ob alle Profile echt sind, ist jedoch fraglich.

Gegenüber „Motherboard“ erklärte The Impact Team, zu den erbeuteten Daten gehörten auch Zehntausende Fotos von Nutzern sowie Chat-Protokolle. Etwa ein Drittel der Nutzer-Fotos zeigten Penisse. Diese würden nicht veröffentlicht, erklärten die Hacker. (APA/AFP)


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