Reisebüroleiterin soll in Salzburg Kunden aus Kuwait betrogen haben
Kaprun/Kuwait-Stadt (APA) - Die Salzburger Polizei hat nun die Leiterin eines Reisebüros im Pinzgau wegen schweren Betrugs bei der Staatsanw...
Kaprun/Kuwait-Stadt (APA) - Die Salzburger Polizei hat nun die Leiterin eines Reisebüros im Pinzgau wegen schweren Betrugs bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die 27-jährige Frau soll von drei kuwaitische Staatsbürgern im Frühjahr Buchungen für drei Chalets in Kaprun entgegen genommen und dafür Anzahlungen kassiert haben. Die Ferienhäuser buchte sie aber nicht. Der Schaden dürfte laut Polizei bei über 27.000 Euro liegen.
Die Gäste hatten die Vorauszahlung auf ein österreichisches Konto überwiesen und bekamen dafür auch Überweisungsbestätigungen. Im Juli 2015 sendete die 27-Jährige aber an zwei der drei Kunden Stornierungsmails. Begründung: Sie hätten zu wenig Geld überwiesen, weil sie auf die bei Überweisungen aus dem arabischen Raum üblichen Transferkosten vergessen haben. Eine Nachzahlung sei nun nicht mehr möglich.
Polizisten aus Kaprun erhoben aber, dass für die beiden Männer von der Reisebürobetreiberin nie ein Chalet gebucht wurde. Die 27-Jährige buchte alleine für den dritten Interessenten ein Quartier, stornierte dieses aber später wieder beim Vermieter. Der Kunde, ein 44-jähriger Kuwaiter, kontaktierte daraufhin ein anderes Reisebüro und ersuchte um neuerliche Buchung eines Chalets. Als die 27-Jährige davon erfuhr, ging sie in das Reisebüro ihres Kollegen und beschimpfte diesen wüst. Das brachte ihr letztlich auch eine Anzeige wegen Nötigung und Kreditschädigung ein. Gegenüber der Polizei verweigerte die 27-jährige jegliche Aussage.
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