Formel 1:Red-Bull-Teamchef will von Renault langfristige Pläne wissen
Spa-Francorchamps (APA/dpa) - Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat sich zurückhaltend zu Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Motor...
Spa-Francorchamps (APA/dpa) - Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat sich zurückhaltend zu Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Motorenpartnerschaft mit Renault geäußert. „Alles, was ich sagen kann ist, dass wir mit Renault einen Vertrag haben, der bis Ende 2016 läuft“, zitierten britische Medien den Engländer beim GP von Belgien in Spa-Francorchamps. „Wir wollen wissen, was die langfristigen Pläne von Renault sind.“
Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sagte „Auto, Motor und Sport“, dass nach seinen Informationen Renault bis Monza (6. September) über seine Formel-1-Zukunft entscheiden werde. „Danach werden wir entsprechend handeln“, erklärte der Steirer. Zuletzt wurde immer wieder spekuliert, dass die Franzosen Lotus kaufen. Dann wäre ein Comeback als Werksteam 2016 oder 2017 möglich.
Red Bull ist jedenfalls mit seinem Motorenpartner extrem unzufrieden. Nach vier Fahrer- und vier Konstrukteurs-Titeln in Serie von 2010 bis 2013 mit Sebastian Vettel verlor der österreichisch-britische Rennstall nach dem Umstieg von Saug- auf Turbomotoren 2014 den Anschluss, der Rückstand auf Mercedes ist groß.
Als potenzieller Nachfolger von Renault als Red Bulls Motorenpartner gilt ausgerechnet Mercedes. Ob das Weltmeister-Werksteam aber einen möglichen WM-Konkurrenten tatsächlich mit Aggregaten beliefern will, ist fraglich.
„Wir greifen in bestehende Partnerschaften nicht ein“, versicherte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und verwies darauf, dass der Daimler-Konzern und Renault geschäftliche Beziehungen pflegen. „Aus globaler Perspektive ist Red Bull aber eine phänomenale Marke, die ein jüngeres Publikum anzieht“, zitierte „Autosport“ Wolff weiter.
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