UPC Tirol Liga

Das große Zittern endete mit der Tabellenführung

© Vanessa Weingartner / TT

In einer Partie auf Biegen und Brechen schlug der neue, alte Tabellenführer Imst den SVI mit 3:2. Union kassierte unnötige Niederlage.

Von Adrian Stöckl

Innsbruck –Eine Viertelstunde nach dem Gastspiel des SVI beim SC Imst zitterte Imst-Trainer Stefan Pult immer noch. Sein Team hatte gerade in einem „hochklassigen Tiroler-Liga-Spiel“ einen 3:2-Erfolg gefeiert und die Tabellenspitze erobert. Dabei standen sich nach Aussage von Pult zwei absolut gleich starke Mannschaften gegenüber. „Der SVI ging in Hälfte eins (Halbzeitstand: 1:2, Anm.) ein vielleicht zu hohes Tempo. Deshalb konnten wir das Spiel in Halbzeit zwei mit viel Willen noch drehen. Ich habe aber bis zum Schlusspfiff und darüber hinaus gezittert.“

SVI-Trainer Hans Glabonjat pflichtete dem Imster Coach bei. Vor allem was die Qualität des Matches betraf. „Es gibt auch Spiele, die man verliert, und trotzdem zufrieden ist. Meine Mannschaft war heute gut.“ Und Glabonjat kam trotz der Niederlage gar nicht mehr aus dem Loben heraus: „Kompliment.“ Er sei unglaublich stolz auf die Leistung seines Teams. „Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir nur einen kleinen Kader haben. Außerdem sind viele noch angeschlagen.“ Vergangenes Jahr hatte der SVI nach vier Spielen null Punkte – heuer bereits sechs. „Wenn alle fit sind und bleiben, machen wir sicher eine sehr gute Figur.“

Die macht auch der SC Imst. Angeführt von Neuzugang Rene Prantl, der sein siebentes Saisontor per Elfmeter markierte. Doch Trainer Stefan Pult wollte keinen seiner Spieler herausheben, auch nicht für das „Team der Runde“. Zu gut sei jeder Einzelne gewesen. Lohn ist die Tabellenführung.

Dicht dahinter reiht sich Kirchbichl ein. Mit drei Siegen liegt die Truppe von Trainer Paul Schneeberger auf dem zweiten Platz. „Mit dem Start sind wir sehr zufrieden“, freut sich der Neo-Kirchbichler.

Das wird die Union auch sein. Auch wenn im Spiel bei Wattens II (1:2) gestern ein Punktgewinn durchaus drin gewesen wäre. „Eine unnötige Niederlage. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen“, erklärte Union-Trainer Michael Schober. Wattens’ Sportlicher Leiter Stefan Köck pflichtete dem Union-Trainer bei. „Es war kein verdienter, aber ein enorm wichtiger Sieg. Die Partie war intensiv und der Gegner stark.“ Was man besser machen müsse, wissen sie bei der Union auch bereits: „Nicht wieder in einen kollektiven Tiefschlaf geraten wie bei den beiden Gegentoren“, legt Schober den Schwerpunkt auf erhöhte Konzentration.

Nach vier Runden ist aber natürlich noch vieles Makulatur. SVI-Trainer Glabonjat bringt es auf den Punkt: „Nach zehn Runden kann man ein erstes Fazit ziehen.“