Schmidt lobt sein Abwehr-Duo: „Die zwei sind Krieger“
Dank eines 1:0 gegen Austria Lustenau bleibt der FC Wacker Tabellenführer in der Sky Go Erste Liga. Sonderlob für Deutschmann und Siller.
Von Tobias Waidhofer
Innsbruck – Nach intensiven 90 Minuten hatte Sebastian Siller erst einmal genug. „Ich bin fertig“, ließ der 26-Jährige die wartende Journalistenschar wissen und verschwand in der Kabine. Es war ihm zu gönnen. Schließlich hatte sich der Innsbrucker gemeinsam mit seinem Innenverteidiger-Kollegen Christian Deutschmann beim 1:0 gegen Austria Lustenau wieder in jeden Zweikampf geworfen.
„Die zwei sind Krieger. Auf Sebi und Deutschi kann man sich immer verlassen. Das ist natürlich eine feine Sache“, hatte auch Trainer Klaus Schmidt nach dem dritten Saisonspiel ohne Gegentor nur Lob für seine Defensiven übrig.
„Wenn der Trainer das so sagt, nehme ich das natürlich gerne an“, freute sich Siller gestern Nachmittag frisch erholt. Momentan greife aber nicht nur in der Defensive ein Rädchen ins andere. „Es läuft für die ganze Mannschaft. Das hat man auch gestern wieder gesehen. Eigentlich hätte Lustenau das ein oder andere Tor machen müssen. Da hatten wir auch das nötige Glück.“
Auch Youngster Michael Lercher weiß, was er an seinen Abwehrkollegen hat: „Sie sind wahnsinnig wichtig für mich, halten mir den Rücken frei.“ Dem Ex-Bremer hatte Trainer Klaus Schmidt vor dem Treffen mit Lustenau eine „Maturaprüfung“ in Aussicht gestellt. Immerhin traf der 19-Jährige mit dem Brasilianer Jailson auf einen der besten Offensivspieler der Liga. „Ich denke, ich habe defensiv gut mitgehalten. Zwei, drei Sachen kann man natürlich immer besser machen“, weiß Lercher, der am Freitag ja auch erst sein siebtes Pflichtspiel im Kampfmannschaftsbereich absolvierte: „Ich bin angekommen in der Liga.“
Der Erfolgslauf der Innsbrucker war gestern auch auf der Tribüne ablesbar. Kamen gegen Liefering „nur“ 3486 Zuschauer ins Stadion, waren’s am Freitag schon knapp 1000 mehr. „Das merkt man auch am Spielfeld“, freut sich Siller. „Und die Unterstützung hilft uns enorm, solche Spiele wie das gegen Lustenau über die Zeit zu bringen.“
Kommenden Freitag wartet nun das prestigeträchtige Derby bei Austria Salzburg. „Wir wissen, was dieses Spiel für die Fans und den ganzen Verein bedeutet“, beginnt Siller seine Ausführungen. „Schade, dass wir in Schwanenstadt spielen. Aber die Stimmung wird trotzdem besonders sein. Auf solche Spiele freut man sich als Profi.“
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