Sachsens Ministerpräsident erschüttert über Ausschreitung in Heidenau

Dresden (APA/AFP) - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) ist erschüttert über die wiederholten Ausschreitungen gegen eine Asyl...

Dresden (APA/AFP) - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) ist erschüttert über die wiederholten Ausschreitungen gegen eine Asylbewerberunterkunft in Heidenau. „Das ist Menschenhass mit erschreckender Gewalt gegen Polizisten und gegen Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen“, erklärte er am Sonntag in Dresden. „Wir lassen uns das nicht bieten, wir werden mit aller Macht dagegen vorgehen.“

Hier verstoße eine Minderheit „brutal“ gegen Werte und Gesetze Deutschlands. „Das ist nicht unser Sachsen.“

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) kündigte auf Facebook die Einrichtung eines Kontrollbereiches in Heidenau an. So sollten potenzielle Gewalttäter frühzeitig identifiziert werden können.

In Heidenau war es in der Nacht auf Sonntag zum zweiten Mal in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Rechte Demonstranten bewarfen Einsatzkräfte mit Flaschen, Feuerwerkskörpern und Baustellenmaterialien. Dabei wurden zwei Beamte verletzt. Zuvor hatten sich neben 250 rechten Demonstranten ebensoviele Gegendemonstranten zusammengefunden. Die Beamten hielten beide Gruppen voneinander getrennt, wurden aber schließlich von den Rechten angegriffen.

Die Polizei nahm Ermittlungen unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs auf. Ein Demonstrant wurde vorläufig festgenommen. Darüber hinaus sprach die Polizei 65 Platzverweise aus und stellte die Identität von 23 Menschen fest.