Flüchtlinge - Hunderte reisten auch am Sonntag in Mazedonien ein

Gevgelija (APA/dpa/Reuters) - Hunderte Flüchtlinge haben auch am Sonntag weitgehend ungehindert die Grenze von Griechenland nach Mazedonien ...

Gevgelija (APA/dpa/Reuters) - Hunderte Flüchtlinge haben auch am Sonntag weitgehend ungehindert die Grenze von Griechenland nach Mazedonien überquert. Zwar seien mazedonische Polizei und Streitkräfte an Ort und Stelle, sie würden die Menschen, nachdem sie tagelang im Niemandsland zwischen Griechenland und Mazedonien ausgeharrt hatten, aber nicht mehr aufhalten, berichtete das Internetportal Vesti.mk.

Am Samstagnachmittag hatten Hunderte Flüchtlinge am Grenzübergang Gevgelija den Stacheldraht niedergerissen, um nach Mazedonien und von dort weiter nach Serbien zu gelangen. Dabei hatten die mazedonischen Einsatzkräfte zunächst erneut mit Gewalt versucht, die Menschen aufzuhalten. Drei Tage lang hatte Mazedonien die Grenze weitgehend abgeriegelt.

Der Ort Gevgelija selbst sei weitgehend leer, nachdem Tausende Flüchtlinge in den Norden Mazedoniens zur Grenze nach Serbien gebracht worden seien, berichtete der Fernsehsender A1 am Sonntag. Wenige Menschen warteten noch auf einen Zug oder Bus, der sie in das 200 Kilometer entfernte Tabanovce bringen sollte. Von dort wollen sie die Grenze nach Serbien passieren.

Die Flüchtlinge stammen zumeist aus Syrien und anderen Krisenregionen des Nahen Ostens, Afrikas und Asiens. „Ich habe einen Schritt getan“, sagte Mohannad Albajati aus der syrischen Hauptstadt Damaskus. „Aber ich habe noch einen langen Weg vor mir. Mit Allahs Hilfe werde ich nach Deutschland gehen.“ Der 35-Jährige war mit seiner Frau, zwei Kindern und drei Brüdern unterwegs.