Flüchtlinge - Serbien: Entscheidung Kroatiens nicht korrekt
Belgrad/Zagreb (APA) - Serbiens Innenminister Nebojsa Stefanovic hat die Entscheidung der kroatischen Behörden, den einzigen offenen Grenzüb...
Belgrad/Zagreb (APA) - Serbiens Innenminister Nebojsa Stefanovic hat die Entscheidung der kroatischen Behörden, den einzigen offenen Grenzübergang zu Serbien, Bajakovo-Batrovci, ab Mitternacht für den Lkw-Verkehr zu schließen, als „nicht korrekt“ bezeichnet. Er erwarte, dass die Regierung in Zagreb sich für eine Lösung des Problems offen zeigen werde, sagte der Innenminister gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS.
Die serbischen Behörden seien nicht im Voraus über die Schließung des Grenzüberganges informiert worden. Auch habe Kroatien gezeigt, dass es die Krise nicht zu meistern wüsste, sagte der Minister. Stefanovic verwies auch auf die rasche Problemlösung mit Ungarn, das in der Vorwoche ebenfalls mehrere Grenzübergänge zu Serbien geschlossen hatte. Am Sonntag wurden die zwei Grenzübergänge bei Horgos zu Röszke erneut geöffnet. Montagfrüh habe es dort keine Flüchtlinge gegeben, berichtete der Sender.
Am Grenzübergang Batrovci zu Kroatien hat sich Montagfrüh eine zehn Kilometer lange Lkw-Kolonne gebildet, berichtete der Sender. Dies würde auch ein Hindernis für den Personenwagenverkehr in Richtung Kroatien darstellen.