Verkehr

Bepflanzung auf Probe am Felbertauern

Die Felbertauernstraße.
© Brunner

Testflächen werden im Frühjahr Aufschluss geben, welche Pflanzen für das Gelände entlang der neuen Straße am besten geeignet sind.

Von Claudia Funder

Matrei i. O. –Vor genau fünf Wochen rollten die ersten Fahrzeuge über den neuen Streckenabschnitt „Schildalm“, der sich zum Felbertauerntunnelportal schlängelt. Anfang September wurde die Straße, die in 16 Monaten aus dem Boden gestampft worden war, offiziell eröffnet – die TT berichtete.

Der neue Streckenabschnitt gefällt und scheint sich zu bewähren, das schlägt sich auch in den Zahlen der Lenker nieder, die die Straße wählen. „Die Frequenz ist durchaus positiv“, erklärt Michael Köll, technischer Leiter der Felbertauernstraße AG. „Sie liegt ähnlich hoch wie im Jahr 2012, vor dem Ereignis“, und meint damit den Felssturz im Folgejahr, der den Verkehr wochenlang zum Erliegen gebracht hatte. Noch nicht wieder erreicht werden konnte allerdings die einstige Frequenz des Wirtschaftsverkehrs. Die Qualität der Straße im Winter soll einen Teil jener, die auf Alternativen ausgewichen sind, zurücklotsen.

Die Straße ist fertig, aber im umgebenden Gelände wird weiter gearbeitet. So wurde in der vergangenen Woche mit ersten Bepflanzungen begonnen – zur Probe. „Derzeit werden Testbepflanzungen in drei Bereichen durchgeführt“, verrät Michael Köll auf Nachfrage der TT. So werde etwa unterhalb eines Stützbauwerks, bei dem es im Winter durch Schneeräumung zu Ablagerungen kommen wird, eine Probefläche angelegt. Sie soll im Frühjahr Aufschluss geben, welche der Testpflanzen dieser besonderen Beanspruchung am besten standhalten. Ein zweiter Probebereich befindet sich oberhalb der Amphibien-Leiteinrichtungen. Hier werden testweise Buschgruppen gepflanzt. Und ein dritter Teil des Geländes, der genau ins Visier genommen wird, befindet sich an steilen Hangflächen, wo mit natürlichen Hangbewegungen zu rechnen ist. Hier wird untersucht werden, welche Pflanzen ergänzend zu widerstandsfähigen Lärchen, die sich durch kräftige, tief verankerte Wurzeln auszeichnen, gesetzt werden können.

Nach der Testphase über den Winter und der Besprechung der Ergebnisse soll ab dem Frühjahr die am besten geeignete Bepflanzung des Geländes in Angriff genommen werden. Die Kosten für diese Maßnahmen einschließlich Begrünungen und Nacharbeiten belaufen sich auf rund 150.000 Euro. Auftragnehmer für diese Arbeiten ist der Maschinenring.

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Catharina Oblasser

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