Wattens startet in die Woche der Spitzenspiele
Das 3:1 gegen St. Johann war schnell abgehakt: Auf Wattens warten jetzt Kapfenberg (ÖFB-Cup) und der Tabellen-Zweite Anif (Westliga).
Von Tobias Waidhofer
Wattens – Wer Thomas Silberberger kennt, weiß, dass der Wattens-Trainer nichts dem Zufall überlässt. Deshalb war der „Silbi“ am Samstagnachmittag natürlich Augenzeuge, als der SC Schwaz beim USK Anif mit 1:7 unter die Räder geraten war.
„Das Ergebnis ist beeindruckend“, so Silberberger. „Aber wir haben vorher schon gewusst, dass Anif eine gefährliche junge Mannschaft hat, die gefällig nach vorne spielt.“ Favorit ist am kommenden Wochenende im Gernot-Langes-Stadion aber nur eine Mannschaft – und das ist nicht Anif. „Wir kennen ihre Schwächen. Und werden versuchen, sie auszunutzen“, verspricht der Wattens-Coach.
Bevor es am kommenden Samstag zum Westliga-Spitzenduell kommt, wartet morgen ein anderes Highlight auf die Werksportgemeinschaft: In der zweiten Runde des ÖFB-Samsung-Cup gastiert Zweitligist Kapfenberg im Gernot-Langes-Stadion (19 Uhr). „Wir freuen uns. Die Kapfenberger spielen in der Liga, in die wir hineinwollen. Das wird ein guter Gradmesser.“ Das sagt Silberberger im Wissen, dass die Steirer deutlich mehr Offensivpotenzial als die Westliga-Gegner in ihren Reihen haben. „Der Spanier vorne ist eine Waffe“, spricht Silberberger den siebenfachen Saisontorschützen Sergi Arimany, der zuletzt auch bei der 1:4-Niederlage gegen den FC Wacker getroffen hat, an.
Auch die Kapfenberger Falken wurden intensiv von Silberberger beobachtet. „Zuletzt hab’ ich sie gegen Austria Salzburg gesehen.“ Da erkannte der Ex-Profi auch, dass die Kapfenberger „viel mit hohen Bällen agieren. Und in der Luft sind wir mit Mansour und Steinlechner (das Innenverteidiger-Duo, Anm.) ja auch nicht so schlecht.“
Die Hoffnung auf eine Überraschung ist zwischen Silbis Zeilen herauszulesen. Das zeigte auch der Blick auf die Aufstellung vom Freitag (3:1 gegen St. Johann): Torjäger Simon Zangerl erzielte seinen Doppelpack als Einwechselspieler, auch Benni Pranter bekam vor dem Cup-Schlager eine Verschnaufpause.
Viel deutet morgen jedenfalls auf eine neue Doppel-Sechs hin: Der lange verletzte Däne Nils-Peter Mörck scharrt ebenso mit den Hufen wie Edel-Routinier Martin Svejnoha. Und geballte Erfahrung kann gegen die ausgebufften Kapfenberger Profis kein Fehler sein.