Europas Aktienmärkte im Frühhandel ohne klare Richtung

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Montag im Frühhandel ohne klare Richtung gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand g...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Montag im Frühhandel ohne klare Richtung gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.50 Uhr mit plus 0,19 Prozent oder 6,03 Punkte bei 3.163,33 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,68 Prozent oder 66,94 Zähler auf 9.849,52 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,14 Prozent oder 8,35 auf 6.112,46 Punkte.

Die Orientierungslosigkeit der Anleger nach der aufgeschobenen US-Zinswende ist zum Wochenauftakt an den europäischen Aktienindizes abzulesen. Die Märkte fanden keine klare Richtung und präsentierten sich mit überwiegend beschaulichen Veränderungen. Der neuerliche Wahlsieg des griechischen Linksbündnisses SYRIZA beim Urnengang am Sonntag hatte unterdessen keine wesentliche Auswirkung auf den Handel. Konjunkturseitig dürften vorrangig die Zahlen zu den US-Eigenheimverkäufen im August noch größere Beachtung finden, konstatierten Händler.

Tiefrot präsentierte sich europaweit die Autobranche, die in einem Sektorvergleich 4,8 Prozent abgab. Verantwortlich dafür machten Händler den Manipulationsskandal rund um Volkswagen (VW), die Aktie des Wolfsburger Autoherstellers brach im Eröffnungshandel an der Frankfurter Börse um mehr als 16 Prozent ein. Die dem Volkswagen-Konzern in den USA wegen manipulierter Abgastests bei Diesel-Fahrzeugen drohende Milliardenstrafe dürfte den Anlegern schwer aufs Gemüt schlagen, hinzu kommt der im August fortgesetzte Abwärtstrend beim Absatz.

Auch andere europäische Autowerte verbilligten sich infolge deutlich, darunter Peugeot (minus 4,08 Prozent), BMW (minus 4,12 Prozent), Renault (minus 4,22 Prozent), vergleichsweise unbeeindruckt zeigten sich die Papiere von Fiat Chrysler mit minus 0,24 Prozent.

Noch tiefer als die VW-Aktie rasselten an der Londoner Börse die Anteilsscheine des Versicherers RSA, sie knickten um 21,53 Prozent auf 399,80 Pence ein. Denn der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Insurance will seinen britischen Konkurrenten RSA doch nicht übernehmen. Zurich begründete den Abbruch der Akquisitionspläne am Montag mit Problemen im eigenen Schadenversicherungsgeschäft. Derzeit gehe der Konzern davon aus, dass die Sparte im dritten Quartal einen operativen Verlust von rund 200 Mio. Dollar (175 Mio. Euro) schreibe.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA094 2015-09-21/10:02