Neun Tage im Tunnel - Fieberhafte Rettungsversuche in Indien

Neu-Delhi (APA/dpa) - Fieberhaft versuchen Rettungskräfte in Indien drei eingeschlossene Tunnelarbeiter zu befreien. Die Arbeiter sitzen sei...

Neu-Delhi (APA/dpa) - Fieberhaft versuchen Rettungskräfte in Indien drei eingeschlossene Tunnelarbeiter zu befreien. Die Arbeiter sitzen seit dem Einsturz des Highway-Tunnels am Fuße des Himalaya seit neun Tagen in der Dunkelheit. Da der Tunneleingang versperrt sei, werde von oben 42 Meter vertikal zu den Eingeschlossenen hinunter gebohrt, erklärte der indische Katastrophenschutz NDRF am Montag.

Der Tunnel nahe der Ortschaft Bilaspur fülle sich langsam mit Wasser, das an manchen Stellen schon einen Meter tief sei, sagte Surjeet Singh Guleria vom NDRF. „Die Arbeiter sitzen an einer erhöhten Stelle nicht weit vom Schaft entfernt.“

Zunächst war ein kleiner Versorgungsschaft zu den Eingeschlossenen geschaffen worden. Durch diesen werden sie mit Wasser und Nahrungsmitteln wie Keksen und Nüssen versorgt. Über eine herabgelassene Kamera mit eingebautem Mikrofon kommunizierten zwei der Arbeiter mit den Helfern. Der dritte Mann wurde vermisst.

Da der Boden sehr schlammig ist, zogen sich die Rettungsarbeiten hin. Als die Bohrmaschine über das Wochenende auch noch mehrfach ausfiel, seien die Angehörigen vor Ort in Tränen ausgebrochen, berichtete der Nachrichtensender NDTV. Als die Arbeit am Montag schließlich weiterging, begannen die Familienmitglieder demnach zu beten.