Europas Leitbörsen bis Mittag weiter uneinheitlich
Frankfurt am Main (APA) - Europas Aktienmärkte haben sich heute, Montag, im Verlauf weiterhin ohne einheitliche Richtung präsentiert. Der Eu...
Frankfurt am Main (APA) - Europas Aktienmärkte haben sich heute, Montag, im Verlauf weiterhin ohne einheitliche Richtung präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg 14,67 Einheiten oder 0,46 Prozent auf 3.171,97 Punkte.
Der DAX in Frankfurt notierte kurz vor Mittag mit 9.862,79 Punkten und minus 53,67 Einheiten oder 0,54 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann um 29,16 Zähler oder 0,48 Prozent und steht nun bei 6.133,27 Stellen.
Die Orientierungslosigkeit der Anleger nach der aufgeschobenen US-Zinswende ist zum Wochenauftakt an den europäischen Aktienindizes abzulesen. Die Märkte fanden keine klare Richtung und präsentierten sich mit überwiegend beschaulichen Veränderungen. Der neuerliche Wahlsieg des griechischen Linksbündnisses SYRIZA beim Urnengang am Sonntag hatte unterdessen keine wesentliche Auswirkung auf den Handel. Konjunkturseitig dürften vorrangig die Zahlen zu den US-Eigenheimverkäufen im August noch größere Beachtung finden, konstatierten Händler.
Tiefrot präsentierte sich europaweit die Autobranche, die in einem Sektorvergleich 5,8 Prozent abgab. Verantwortlich dafür machten Händler den Manipulationsskandal rund um Volkswagen (VW), die Aktie des Wolfsburger Autoherstellers brach im Eröffnungshandel an der Frankfurter Börse um mehr als 20 Prozent ein. Die dem Volkswagen-Konzern in den USA wegen manipulierter Abgastests bei Diesel-Fahrzeugen drohende Milliardenstrafe dürfte den Anlegern schwer aufs Gemüt schlagen, hinzu kommt der im August fortgesetzte Abwärtstrend beim Absatz.
Auch andere europäische Autowerte verbilligten sich infolge deutlich, darunter Peugeot (minus 3,34 Prozent), BMW (minus 3,41 Prozent), Renault (minus 4,73 Prozent) und Fiat Chrysler (minus 1,65 Prozent).
Ähnlich der VW-Aktie gingen an der Londoner Börse die Anteilsscheine des Versicherers RSA auf defizitäre Tauchstation, sie knickten um 19,88 Prozent auf 408,20 Pence ein. Denn der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Insurance will seinen britischen Konkurrenten doch nicht übernehmen. Zurich begründete den Abbruch der Akquisitionspläne am Montag mit Problemen im eigenen Schadenversicherungsgeschäft. Derzeit gehe der Konzern davon aus, dass die Sparte im dritten Quartal einen operativen Verlust von rund 200 Mio. Dollar (175 Mio. Euro) schreibe.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA218 2015-09-21/12:03