Landespolitik

Causa Mader: Kontrollamt wird Land helfen

© Andreas Rottensteiner / TT

Innsbruck – Mit der heiklen Wohnungsaffäre rund um Alt-Landtagspräsident Helmut Mader und seine kostenlose Bleibe auf Lebenszeit im Technike...

Innsbruck –Mit der heiklen Wohnungsaffäre rund um Alt-Landtagspräsident Helmut Mader und seine kostenlose Bleibe auf Lebenszeit im Technikerhaus in Innsbruck musste sich gestern auch der städtische Kontrollausschuss befassen. Wie angekündigt, wollte Ausschussvorsitzender Franz Hitzl (ÖVP) von den Ausschussmitgliedern Klarheit darüber haben, wie in dieser Causa die Stadt weiter vorgehen solle. Nach Auffliegen der Causa prüft bekanntlich der Landesrechnungshof die Subventionen des Landes an das ehemalige Schülerheim. Mader, Ex-Politiker und Ex-ÖVP-Mitglied, war bis 2013 Obmann des Vereins Technikerhaus und wohnt dort in einer 188 Quadratmeter großen Wohnung.

Einstimmig, so Hitzl, habe der Ausschuss beschlossen, dass „die Kontrollabteilung der Stadt den Landesrechnungshof bei der laufenden Sonderprüfung unterstützen soll“. Und zwar insoweit, als „alle Fragen, welche die Stadt betreffen, insbesondere die Subventionsgebarung, durch die Kontrollabteilung überprüft werden“. Diese Ergebnisse sollen dann in den Bericht des Landesrechnungshofes einfließen.

Darüber hinaus soll die Kontrollabteilung dem Ausschuss eine Aufstellung sämtlicher an den Verein ausbezahlten Subventionen vorlegen. Ebenso eine Liste der zugrunde- liegenden Polit-Beschlüsse.

„Das Ergebnis soll dann in einer Sondersitzung im Oktober präsentiert werden“, sagt Ausschussmitglied Marcela Duftner (Grüne). Eine parallele Prüfung von Landesrechnungshof und städtischem Kontrollamt sei nicht befürwortet worden, solange eine unterstützende Prüfung möglich sei.

Wie mit Maders Ehrenring umzugehen sei, sei dem Vernehmen nach kein Thema gewesen, heißt es. (mami)