Flüchtlinge - Brüssel schweigt zu Spannungen Kroatien-Ungarn

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will sich nicht zu den jüngsten Spannungen zwischen Kroatien und Ungarn über die Aufnahme von Flüchtlingen...

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will sich nicht zu den jüngsten Spannungen zwischen Kroatien und Ungarn über die Aufnahme von Flüchtlingen äußern. Chefsprecher Margaritis Schinas erklärte auf entsprechende Fragen am Montag: „Die EU-Kommission ist nicht hier, um laufend einen Kommentar abzugeben.“

Der Sprecher verwies auf zwei am Montag stattfindende Sitzungen der EU-Botschafter in Brüssel, die der Vorbereitung des Sondertreffens der EU-Innenminister am morgigen Dienstag und des EU-Sondergipfels zur Flüchtlingskrise am Mittwoch dienen. „Es gibt die Versuchung, die Diskussion nach vorne zu verlagern, aber wir machen das nicht“, sagte Schinas. „Wir wollen nicht einzelne Fälle oder Länder herausnehmen, weil wir eine Union sind.“

Nach Worten des Sprechers gibt es in der EU in der Frage der Flüchtlingspolitik „Bewegung“. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sei persönlich in die Vorbereitungen involviert und werde am Dienstag mit EU-Ratspräsident Donald Tusk den Gipfel vorbereiten. Juncker habe bereits mit Kroatiens Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic und mit Sloweniens Regierungschef Miro Cerar telefoniert. An diesem Nachmittag wolle Juncker auch mit dem wiedergewählten griechischen Premier Alexis Tsipras telefonieren.