Landespolitik

Suche nach Lösung für Gaulwerk-Stausee

Der Stausee des „Gaulwerk-Kraftwerkes“ der Imster Stadtwerke ist auf Grund des jahrzehntelangen Materialeintrages zum Biotop mutiert.
© Daum

Nach Protesten von Anrainern soll es einen runden Tisch mit den Stadtwerken, der Gemeinde Tarrenz und dem Baubezirksamt geben.

Von Matthias Reichle

Tarrenz –Einerseits sei die Räumung des Staubeckens bescheidmäßig festgeschrieben, andererseits hätten sich aber auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen seit dem Bau in den 60er-Jahren geändert – das Naturschutzrecht, das Wasserrecht und die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, fasst Stadtwerke-Direktor Thomas Huber das Dilemma am Gaulwerk zusammen. Die TT hatte berichtet.

Vor wenigen Wochen kam es in Folge von Starkregen beim Gaulwerk-Stausee im Gurgltal zu einer heiklen Situation. Der See droht langsam zu verlanden. Tarrenzer Bauern fürchten schon lange eine großflächige Überschwemmung bei starkem Regen und forderten, das Becken endlich zu räumen – auch die Landwirtschaftskammer gab eine Sachverhaltsdarstellung ab.

Beim Staubecken handle es sich laut Behörde um ein „hochrangiges Biotop“, so Huber, darum sei das nicht so einfach zu machen. Vor rund zehn Jahren habe man die Bewilligung bekommen, den hinteren Bereich des Stausees zu räumen, erinnert er – jedoch mit der Auflage verbunden, dass es sich um eine einmalige Sache handelt.

Vergangene Woche gab es eine Besprechung mit der Gemeinde Tarrenz. Man werde das Problem nun gemeinsam angehen und mit den Behörden eine Vorgehensweise finden. „Wir wollen niemandem schaden, wir wollen aber auch nicht, dass es zu einer Strafverfolgung kommt“, so Huber. Es bräuchte eine Lösung innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Das Baubezirksamt hat inzwischen den Vorschlag unterbreitet, eine Besprechung anzuberaumen, bei der man gemeinsam nach einer Lösung für das Problem suchen will.