Frankfurter Rentenmarkt tendiert schwächer

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Montag nachgegeben. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel mittags u...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Montag nachgegeben. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel mittags um 0,05 Prozent auf 155,02 Punkte. Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentierten mit 0,68 Prozent.

Seit Donnerstagabend waren die Renditen deutscher wie auch anderer europäischer Staatsanleihen zunächst deutlich gefallen. Ausschlaggebend war, dass die US-Notenbank ihre Zinswende verschoben hatte. An den Rentenmärkten sorgte dies, ausgehend von den USA, für deutlichen Renditedruck.

Experten erwarten, dass die US-Geldpolitik nun weiter im Fokus der Anleger stehen wird. „Die Aussagen einiger US-Notenbanker lassen durchaus den Schluss zu, dass die Entscheidung, die Fed Funds unverändert zu lassen, viel enger war, als es das Abstimmungsverhältnis von neun zu eins vermittelt“, schreibt Jan Bottermann, Analyst bei der National-Bank. „In den kommenden Tagen und Wochen dürften daher die Aussagen der US-Notenbanker noch mehr im Fokus stehen, als es sonst bereits üblich ist -wenn das überhaupt noch möglich ist.“

Der Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza bei den griechischen Parlamentswahlen am Wochenende hat die Finanzmärkte weitgehend kalt gelassen. Bankvolkswirte hoben in Kommentaren hervor, dass eine im Vorfeld befürchtete längere Koalitionsbildung vermieden worden sei. Ungeachtet dessen stehe Griechenland vor der großen Herausforderung, die mit seinen Geldgebern vereinbarten Auflagen für neue Hilfsgelder umzusetzen.