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Westbahn will den ÖBB nicht hinterherfahren

Die Westbahn ist erst seit Dezember 2011 operativ tätig.
© Westbahn

Von Wolfgang Sablatnig...

Von Wolfgang Sablatnig

Wien, Innsbruck –Es geht um 16 Minuten auf der Strecke Innsbruck – Wien bzw. zwölf Minuten in die umgekehrte Richtung: Die mehrheitlich private Westbahn will im November entscheiden, ob sie ab Sommer 2016 auch Innsbruck bedienen wird. Voraussetzung sei, die schnelleren Trassen genehmigt zu bekommen, sagte Westbahn-Chef Erich Forster gestern im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung: „Einen Geschäftsreisenden von Innsbruck nach Salzburg bekomme ich nicht, wenn er in Kufstein zehn Minuten stehen muss.“

Die Westbahn will – wie berichtet – im August 2016 mit zwei Zügen in den Westen starten, die speziell auf den Tiroler Markt ausgerichtet sind: In der Früh von Innsbruck nach Wien, am frühen Abend zurück. Die Fahrzeit soll nach den Vorstellungen Forsters jeweils 4.12 Stunden betragen und damit auf Augenhöhe mit den ÖBB liegen. Nach den bisher vorliegenden Trassenangeboten wären es aber die genannten zwölf bzw. 16 Minuten mehr. Forster will das nicht akzeptieren. Er sagt, es müssten lediglich drei regionale Züge der ÖBB beschleunigt werden, um Platz für die Westbahn zu schaffen. Der Verkehrsverbund Tirol sei einverstanden, beteuert der Manager. Er scheitere bisher aber am Verkehrsministerium.

Der weitere Ausbauplan sieht ab Dezember 2017 einen Zwei-Stunden-Takt zwischen Wien und Innsbruck vor: Die Fahrzeit soll dann mit 3.59 Stunden knapp unter der Vier Stunden-Marke liegen.