Flüchtlinge - Bayern fordert Geld vom Bund für Wohnungen

München (APA/Reuters) - Das deutsche Bundesland Bayern will mit Bundesmitteln und vereinfachten Bauvorschriften den Wohnungsbau für Flüchtli...

München (APA/Reuters) - Das deutsche Bundesland Bayern will mit Bundesmitteln und vereinfachten Bauvorschriften den Wohnungsbau für Flüchtlinge ankurbeln. „Wir brauchen Geld. Der Bund muss sich intensiv beteiligen“, sagte der bayerische Staatskanzleichef Marcel Huber am Montag nach einer Kabinettssitzung in München.

„Wir werden diese Woche hart verhandeln“, kündigte Huber an, der das Land als Minister beim Bund vertritt. Wohnungsbau sei die größte und teuerste Integrationsmaßnahme überhaupt.

Mit Zuschüssen, Steuervorteilen und vereinfachten Genehmigungsverfahren sollten Anreize für Investoren geschaffen werden, möglichst rasch neuen Wohnraum zu schaffen, sagte der CSU-Politiker. „Was Bayern selber tun kann, werden wir innerhalb von wenigen Wochen umsetzen.“ Neue Schulden kämen für Bayern aber nicht infrage, bekräftigte Huber: „Der ausgeglichene Haushalt ist ein Markenkern, den wir mit Zähnen und Klauen verteidigen werden.“

Am Donnerstag beraten die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Flüchtlingskrise zusammen. Ein Schwerpunkt des Bund/Länder-Gipfels ist die finanzielle Unterstützung der Länder und Kommunen bei der Flüchtlingsaufnahme.