Flüchtlinge - EU will vor allem Griechenland und Italien entlasten
Brüssel (APA/dpa) - Die geplante Umverteilung von weiteren 120.000 Flüchtlingen in Europa soll in jedem Fall Griechenland und Italien entlas...
Brüssel (APA/dpa) - Die geplante Umverteilung von weiteren 120.000 Flüchtlingen in Europa soll in jedem Fall Griechenland und Italien entlasten. Mehr als die Hälfte der Menschen (66.000) soll von dort in andere EU-Staaten umgesiedelt werden. Aber auch andere EU-Staaten, in denen viele Migranten ankommen - wie etwa Kroatien und Slowenien - können die EU um Hilfe bitten.
Denn es bleibt noch ein Kontingent von 54.000 zur Umsiedlung in Europa. Gibt es innerhalb von etwa eineinhalb Jahren keine Anfragen anderer Länder, sollen noch einmal Italien und Griechenland profitieren. Das sieht ein Entwurf für das Treffen der EU-Innenminister am Dienstag vor.
Das Kontingent von 54.000 Flüchtlingen war ursprünglich zur Entlastung Ungarns vorgesehen. Da das Land aber jede Umsiedlung per festem Schlüssel ablehnt, sollen nun andere Länder profitieren. Laut Medienberichten sprach EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereits am Freitag mit dem kroatischen Regierungschef Zoran Milanovic über die Pläne.
Die Innenminister hatten sich bereits in der vergangenen Woche im Grundsatz auf die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen innerhalb von zwei Jahren geeinigt. Offen ist noch, wer wie viele aufnimmt.