Flüchtlinge und Ukraine Schwerpunkt bei OSZE-Menschenrechtskonferenz

Warschau (APA/dpa) - Bestandsaufnahme der Menschenrechte in den Mitgliedsstaaten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europ...

Warschau (APA/dpa) - Bestandsaufnahme der Menschenrechte in den Mitgliedsstaaten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE): Am Montag hat in Warschau die zweiwöchige Konferenz des OSZE-Büros für Menschenrechte begonnen. Neben dem Konflikt in der Ukraine und der Lage von Minderheiten steht heuer die Flüchtlingskrise im Mittelpunkt der Beratungen.

„Wir dürfen nicht die humanitären Aspekte der Flüchtlingskrise vergessen“, betonte der serbische Außenminister Ivica Dacic als Vertreter des gegenwärtigen OSZE-Vorsitzlandes der Organisation aus 57 Staaten.

Michael Georg Link, Leiter des OSZE-Menschenrechtsbüros (ODIHR), erinnerte an Diskriminierung und den tragischen Tod von Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa. „Statt Finanzmittel in den Bau von Mauern und Zäunen fließen zu lassen, rufe ich die betroffenen Staaten auf, zu gewährleisten, dass die Menschenrechte dieser notleidenden Menschen geschützt sind“, sagte er in seiner Begrüßungsansprache mit Blick etwa auf Ungarn.

Die alljährliche Konferenz in Warschau mit mehr als tausend Teilnehmern ist eine der größten zum Thema Menschenrechte in Europa. Kontroversen zeichneten sich bereits am ersten Tag ab: Ein Vertreter der russischen Delegation warf den EU-Staaten beim Umgang mit dem Konflikt in der Ukraine einen Rückfall in die Zeit des Kalten Krieges vor.

~ WEB http://www.osce.org/ ~ APA418 2015-09-21/15:24