Flüchtlinge - Bayern will Begrenzung der Flüchtlingszahlen durch EU
München/Wien (APA/dpa) - Die bayerische Staatsregierung fordert eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen auf europäischer Ebene. Das sagte Staa...
München/Wien (APA/dpa) - Die bayerische Staatsregierung fordert eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen auf europäischer Ebene. Das sagte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) am Montag nach einer Kabinettssitzung in München. Eine deutsche oder bayerische Lösung könne es nicht geben.
Deutschland sei „fast gezwungen“ zur Begrenzung der Flüchtlingszahlen, „weil wir sonst in Schwierigkeiten geraten, die wir nicht mehr bewältigen können“.
Ministerpräsident Horst Seehofer und sein Kabinett diskutierten außerdem die Prioritäten der Staatsregierung bei der Integration der Flüchtlinge, die in Bayern bleiben werden. Huber nannte mehrere Punkte von der Vermittlung der deutschen Sprache über die „kulturelle Integration“ in die Gesellschaft bis zum Wohnungsbau. Konkrete Beschlüsse gab es jedoch nicht, auch der Finanzrahmen ist noch unklar.
In Bayern kamen zuletzt wieder mehr Flüchtlinge an. Am Sonntag reisten nach Angaben des Landes-Innenministeriums vom Montag 5.374 Asylsuchende ein, tags zuvor waren es 2.800 gewesen. Allein im Bereich Rosenheim wurden laut Bundespolizei 1.300 Menschen gezählt, ein Großteil von ihnen im Grenzort Freilassing. Dort waren am Abend zwei Züge aus Österreich mit mehr als 800 Menschen eingefahren. Die Flüchtlinge wurden registriert und anschließend in Erstaufnahme-Einrichtungen in ganz Deutschland verteilt. Fünf Schlepper seien festgenommen worden, sagte der Sprecher.