Fußball: Gladbach-Sportdirektor Eberl nach Favre-Abgang „sautraurig“

Mönchengladbach (APA/dpa) - Der Rücktritt von Trainer Lucien Favre hat den deutschen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach kalt erwischt. ...

Mönchengladbach (APA/dpa) - Der Rücktritt von Trainer Lucien Favre hat den deutschen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach kalt erwischt. Am Tag eins nach der Überraschung zeigte sich Sportdirektor Max Eberl tief betroffen über den unrühmlichen Abgang. „Normalerweise muss man sich auf so einen Fall vorbereiten, aber das habe ich nicht“, gab Gladbachs Sportdirektor an seinem 42. Geburtstag zu Protokoll.

Eberl war auch weiterhin davon überzeugt, dass der Club mit Favre die Krise bewältigt hätte. Der 42-Jährige hat ein enges Verhältnis zu dem Schweizer Coach, konnte die Beweggründe des Abgangs aber nicht erklären. „Ich bin da auch nur im Fabelreich der Thesen unterwegs. Ich glaube, er hatte Sorge, keine Lösungen mehr zu finden.“ Er sei „sautraurig“, habe aber einen unheimlich tollen Trainer kennenlernen dürfen, meinte Eberl.

Der Club setzt zunächst auf eine interne Lösung und befördert U23-Trainer Andre Schubert zum neuen Chefcoach auf Zeit. „Das ist eine Übergangslösung, aber wie lange kann ich nicht sagen. Wir suchen einen neuen Trainer, der unter dem Deckmantel unserer Philosophie arbeitet“, erklärte Eberl.

Wer als neuer Chefcoach infrage kommt, bleibt natürlich offen. „Ich habe ein paar Dinge im Kopf, aber der Zeitpunkt ist natürlich nicht günstig“, sagte Eberl. Der öffentlich gehandelte Ex-Dortmunder Jürgen Klopp steht dafür nach Angaben seines Beraters nicht zur Verfügung. Von Medien werden bereits die Namen Thomas Schaaf oder Mirko Slomka als mögliche Nachfolger beim Club von ÖFB-Legionär Martin Stranzl, der im Moment verletzt ist, gehandelt.