Flüchtlinge - Ruhiger Montag in Slowenien
Ljubljana/Wien (APA) - Der Zustrom an Flüchtlingen nach Slowenien hat sich am Montag im Vergleich zum Wochenende beruhigt. „Auf dem Gebiet S...
Ljubljana/Wien (APA) - Der Zustrom an Flüchtlingen nach Slowenien hat sich am Montag im Vergleich zum Wochenende beruhigt. „Auf dem Gebiet Sloweniens ist es ruhig, es gibt keine größere Flüchtlingszahlen“, sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Bostjan Sefic, bei einer Pressekonferenz in Ljubljana.
„Der Zustrom ist am Montag im Vergleich zu den vergangenen Tagen drastisch eingebrochen“, sagte der Staatssekretär. Im Laufe des Tages seien rund 300 Flüchtlinge registriert worden, rund 60 warteten am Nachmittag noch auf die Registrierung. Am Wochenende waren täglich rund 1.000 Menschen angekommen.
Der Flüchtlingsstrom sei aber noch nicht zu Ende, betonte Sefic. „Es ist schwer einzuschätzen, wie viele Menschen noch an die slowenische Grenze kommen werden“, sagte er. Die Prognosen für die nächsten Tage reichen von weniger als 1.000 bis hin zu 2.000 oder 3.000 Menschen. Die Behörden bereiten sich jedenfalls auf die Ankunft neuer Flüchtlinge vor, hieß es.
Seit Freitag, als der Flüchtlingszustrom auch Slowenien erreichte, wurden rund 2.700 Flüchtlinge registriert, sagte Sefic. Zwischen 30 und 40 Prozent von ihnen kommen aus Syrien, die anderen aus dem Irak, dem Iran und Afghanistan. Viele gäben sich auch als Syrer aus, was sich laut dem Staatssekretär aber später in Registrierungsverfahren als falsch herausstelle.
Die allermeisten Flüchtlinge, die sich nach der Registrierung in Slowenien frei bewegen können, bleiben nicht im Land, sondern brechen weiter in Richtung Österreich auf. Die meisten geben laut dem Staatssekretär nach wie vor Deutschland als Zielland an. Österreich habe bisher bis auf sieben Syrier alle Flüchtlinge aus Slowenien aufgenommen, sagte Sefic. In Slowenien wurden bisher 23 Asylanträge gestellt.