VW-Dieselskandal - US-Umweltbehörde weitet Untersuchung aus
Wolfsburg/Washington/Stuttgart (APA/AFP) - Nach dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen nimmt die US-Umweltschutzbehörde EPA a...
Wolfsburg/Washington/Stuttgart (APA/AFP) - Nach dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen nimmt die US-Umweltschutzbehörde EPA auch die Diesel-Fahrzeuge von anderen Autobauern unter die Lupe. Die EPA erklärte am Montag, gemeinsam mit der kalifornischen Partnerbehörde Carb die Modelle weiterer Hersteller auf mögliche „Abschalteinrichtungen“ zu überprüfen, die den Schadstoffausstoß bei offiziellen Emissionstests verringern.
Die Umweltschutzbehörde machte keine Angaben dazu, welche Autobauer betroffen sind. Auch die deutschen Konzerne Daimler und BMW sind auf dem US-Markt mit Diesel-Fahrzeugen vertreten. Die Unternehmen hatten in den vergangenen Jahren für die sogenannte „Clean Diesel“-Technologie geworben und US-Autokäufern den Motorentyp als sparsame und umweltfreundliche Alternative präsentiert.
Die Vorwürfe gegen Volkswagen und die Tochter Audi waren am Freitag öffentlich geworden, dem Wolfsburger Konzern droht in den USA nun eine Milliardenstrafe. Betroffen von den Manipulationsvorwürfen sind fast eine halbe Million Fahrzeuge. Die EPA stellte am Montag allerdings klar, dass sie noch keinen formalen Rückruf angeordnet habe. Allerdings gehe die Behörde davon aus, dass Volkswagen die betroffenen Autos in die Werkstätten holen müsse, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren.
Zunächst müsse VW aber in einem „angemessenen Zeitraum“ einen Plan für die Umrüstung der beanstandeten Modelle entwickeln, hieß es. Die Besitzer würden über den Rückruf informiert, sobald die EPA dem Plan zugestimmt habe. „Abhängig von der Komplexität der Reparaturen und der für die Beschaffung der nötigen Ersatzteile erforderlichen Zeit könnte es bis zu einem Jahr dauern, einen Rückrufplan zu entwickeln und den Rückruf anzuordnen“, erklärte die Behörde.
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