Farc-Rebellen ersuchen Papst um Hilfe bei Friedenssuche in Kolumbien
Havanna (APA/dpa) - Die kolumbianischen Farc-Rebellen haben Papst Franziskus dazu aufgefordert, bei der Friedenssuche in Kolumbien zu helfen...
Havanna (APA/dpa) - Die kolumbianischen Farc-Rebellen haben Papst Franziskus dazu aufgefordert, bei der Friedenssuche in Kolumbien zu helfen. „Wir bitten darum, dass Papst Franziskus den Friedensprozess in Kolumbien weiter stärken möge“, teilten die Rebellen in einem Communiqué mit. Sie forderten ein gemeinsames Bekenntnis aller an dem Konflikt Beteiligten, das Blutvergießen für immer zu beenden.
Seit 2012 verhandeln die linken Rebellen und die kolumbianische Regierung in Kubas Hauptstadt Havanna über eine Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts. Ein direktes Treffen mit dem Papst während seiner Kuba-Reise hatte der Vatikan abgelehnt.
In einem Angelus-Gebet hatte sich Franziskus aber in Havanna dem Konflikt gewidmet. „Wir sind nicht berechtigt, uns ein weiteres Scheitern auf diesem Weg des Friedens und der Versöhnung zu erlauben“, sagte der Argentinier. „Möge das Blut Tausender Unschuldiger, das während so vieler Jahrzehnte des bewaffneten Konflikts vergossen wurde (...) alle Anstrengungen unterstützen, die jetzt unternommen werden für eine endgültige Versöhnung“. Ein dauerhafter Frieden in dem Andenstaat sei notwendig und wichtig.