VW-Dieselskandal - DIW-Chef warnt vor Jobverlusten
Wolfsburg (APA/Reuters/dpa) - In der Affäre um Abgasmanipulationen bei Volkswagen warnt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)...
Wolfsburg (APA/Reuters/dpa) - In der Affäre um Abgasmanipulationen bei Volkswagen warnt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) vor gravierenden Folgen für die deutsche Wirtschaft und vor Arbeitsplatzverlusten. „Der Imageschaden wird VW nicht nur in den USA, sondern auch global teuer zu stehen kommen“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der „Bild“-Zeitung (Dienstagausgabe) laut Vorausbericht.
„Damit werden auch Jobs bei VW und vielen Zulieferern in Deutschland gefährdet sein.“ Die möglichen Strafzahlungen für VW seien „noch das geringste der Probleme“. Fratzscher zufolge könnten auch andere deutsche Exporteure Schaden nehmen. „Denn VW war bisher ein Aushängeschild für Produkte ‚Made in Germany‘.“ Der Ökonom forderte, es müsse nun dringend um Schadensbegrenzung für VW und für die deutsche Exportwirtschaft gehen.
VW drohen in den USA Milliarden-Strafzahlungen. Das Unternehmen hatte eingeräumt, dort bei Diesel-Fahrzeugen Software zur Manipulation von Abgasnormen eingebaut zu haben. VW-Chef Martin Winterkorn hatte sich am Wochenende für den Verstoß entschuldigt und eine externe Untersuchung angekündigt.
Winterkorn hat nach den Worten von Deutschlands Verkehrsminister Alexander Dobrindt unterdessen volle Unterstützung bei der Aufklärung der Vorwürfe zugesagt. Ein Gespräch mit Winterkorn sei „sehr konstruktiv“ verlaufen, sagte Dobrindt der „Bild“-Zeitung (Dienstag). „VW hat seine absolute Unterstützung zugesagt, für alle von uns jetzt angeordneten Tests der Autos.“
Volkswagen habe bekräftigt, dass es in Deutschland keine Manipulationen an Diesel-Fahrzeugen der Marke gebe, sagte der Minister. „VW hat mir versichert, dass alle aktuellen Neufahrzeuge frei von unzulässiger Beeinflussung durch Software oder anderen Veränderungen sind, und die Autos den Zulassungsbedingungen entsprechen.“ Das Kraftfahrtbundesamt soll auf Anweisung des Ministers die deutsche Diesel-Flotte von VW überprüfen.
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