Flüchtlinge - USA stocken Hilfe für syrische Kriegsopfer deutlich auf

Washington (APA/AFP) - Die US-Regierung stockt ihre Hilfen für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien erneut deutlich auf. 419 Millionen Dolla...

Washington (APA/AFP) - Die US-Regierung stockt ihre Hilfen für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien erneut deutlich auf. 419 Millionen Dollar (371 Millionen Euro) zusätzlich würden bereitgestellt, teilte das US-Außenministerium am Montag in Washington mit.

Die USA sind bereits mit Abstand der größte Geldgeber für die Versorgung der syrischen Bürgerkriegsopfer. Mit der nun angekündigten Aufstockung belaufen sich ihre Hilfen seit Ausbruch des Konflikts Anfang 2011 auf 4,5 Milliarden Dollar.

Bei der Aufnahme syrischer Flüchtlingen waren die USA bisher allerdings sehr zurückhaltend. Nur rund 1.800 von ihnen nahm das Land in den vergangenen vier Jahren auf. US-Präsident Barack Obama hat für das kommende Haushaltsjahr, das im Oktober beginnt, die Aufnahme von 10.000 Syrern zugesagt. Schwerpunkt seiner Regierung bleibt allerdings die Hilfe für syrische Flüchtlinge in der Region. Von den vier Millionen außer Landes geflohenen Syrern kam ein Großteil in den Nachbarländern Türkei, Jordanien und im Libanon unter.

„Es ist unsere Hoffnung, dass durch die Ausweitung der humanitären Hilfe und der Bemühungen um Schutz in Syrien und den Nachbarländern Syrer nicht gezwungen sind, Hilfe weit weg unter größerer Gefahr für ihre Person zu suchen“, erklärte das State Department. Außerdem sei die Hilfe vor Ort ein Beitrag für eine leichtere Heimkehr syrischer Flüchtlinge nach einem Ende des Konflikts.

Der Bürgerkrieg in Syrien trägt maßgeblich dazu bei, dass die Welt sich derzeit mit der größten Flüchtlingskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs konfrontiert sieht. Die USA führen eine Koalition aus westlichen und arabischen Staaten, die den Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak mit Luftangriffen unterstützt. Die Bemühungen der USA, die Opposition gegen Syriens Machthaber Bashar al-Assad zu stärken und den Bürgerkrieg auf diplomatischem Wege beizulegen, haben bisher allerdings kaum Erfolg.