Bezirk Kufstein

LH Platter pocht auf Verbände

LH Günther Platter erteilt Alleingängen bei Inn-Schutzbauten eine Absage und macht Scheffau in Sachen B 178 Hoffnung.

Von Wolfgang Otter

Kufstein –Es war ein illustrer Kreis von VP-Gemeindevertretern, die am Montagabend in das Kufsteiner Hotel Andreas Hofer gekommen sind, um ihrem Chef, Landeshauptmann Günther Platter, zuzuhören. Der versprach den Funktionären und Kommunalpolitikern klare Worte und fand diese auch teilweise.

Angesichts der nur wenige hundert Meter vom Ort des Treffens entfernten Notquartiere für Asylwerber, waren die Flüchtlingsunterkünfte eine brennende Frage. Vorab hatte sich VP-Bezirksobmann LA Alois Margreiter dafür ausgesprochen, dass jede Gemeinde Plätze im Verhältnis von einem Prozent zur Einwohnerzahl zur Verfügung stellen solle. In Breitenbach, wo Margreiter Bürgermeister ist, werde man dieser Tage einen entsprechenden Beschluss fassen. LH Platter forderte dazu ein Asyl auf Zeit und betonte ein „Nein zu Wirtschaftsflüchtlingen“. Für Kufstein sprach er maximal von 190 Flüchtlingen und Asylwerbern, die hier in den Zelten nahe des Bahnhofs unterkommen sollen. Und er legte klar, dass es kein „Drüberfahren“ über die Gemeinden in dieser Frage geben dürfe, zugleich kritisierte er, dass manche Gruppierungen das Thema für Parteipolitik missbrauchen würden, „da wird gehetzt und aufgewiegelt“, was nicht die Politik der ÖVP sei.

Das Thema „rote Zone“ und der Damm in Wörgl durften ebenfalls nicht fehlen. Platter erneuerte den Zeitplan für Wörgl: So werde demnächst die Detailplanung ausgeschrieben, damit 2018 der Damm fertig ist. „Es braucht seine Zeit, wir machen das nicht aus Jux und Tollerei“, sagt LH Platter. Aber es brauche auch die Retentionsflächen und dazu die Wasserverbände. Man werde auch für Entschädigungen für die Grundbesitzer sorgen. Auf alle Fälle könne es nicht sein, dass ein Ort einen Damm für sich beantrage und die nachfolgenden Orte „können dreinschauen“. Für das B 178-Projekt in Scheffau, wo die Gemeinde eine Straßenabsenkung möchte, zeigte er sich optimistisch, dass es eine Einigung geben wird.

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