Bezirk Landeck

400 Hilfspakete bei Flüchtlingen angekommen

© Wenzel

Größter Beitrag zur österreichweiten „Aktion Willkommenspaket“ kommt aus Landeck. Spendenaufruf von zwei Frauen stieß auf unerwartetes Echo.

Landeck –„Super wäre, wenn wir 50 Pakete bei der Post abgeben könnten.“ Dieses Ziel haben sich die Landeckerinnen Stefanie Wolf und Alessia Zappulla, beide in Sozialberufen tätig, kürzlich bei der Vorbereitung ihrer Hilfsaktion „Willkommenspaket“ in Zusammenarbeit mit der Post gesteckt. Mit nur wenigen Kartons „bewaffnet“ eröffneten die jungen Frauen ihren Stand beim Frischemarkt.

Es kam knüppeldick: In kürzester Zeit waren die Pakete mit Hilfsgütern gefüllt, zugeklebt und beschriftet. Kaufleute spendeten weitere Leerkartons, Freundinnen der beiden haben spontan beim Verpacken mitgeholfen.

Am Ende des Tages lagen 400 Pakete da – ein unerwarteter Erfolg für die Initiatorinnen. „Mit diesem Echo haben wir nach dem Spendenaufruf nie gerechnet“, resümierte Steffi Wolf, „die Leute haben große Hilfsbereitschaft und Anteilnahme mit den Flüchtlingsschicksalen im Osten Österreichs gezeigt“. Neuwertige Winterbekleidung, Schuhe, Mäntel, Decken und Kinderspielsachen wurden ebenso gespendet wie Hygieneartikel oder sogar ein zerlegter Kinderwagen. „Eine Frau wollte uns Geld geben“, erzählte Wolf, „das konnten wir nicht annehmen. Sie hat dann zehn Packungen Windeln gekauft und uns gebracht“. Spender kamen laut Wolf nicht nur aus Landeck-Zams, auch aus St. Anton und aus dem Ötztal.

Das Landecker Postamtteam hatte alle Hände voll zu tun, um die 400 Willkommenspakete in Richtung Wien abzufertigen: „Für unser Postamt ist das Rekord, noch nie haben wir so viele Pakte an einem Tag bekommen.“

Dass die Landecker Pakete in den Flüchtlingslagern angekommen sind, wo sie benötigt werden, könne sie garantieren, sagte Karola Binder vom Arbeiter-Samariterbund am Dienstag und dankte den Landeckerinnen herzlich.

Laut Michael Homola, Post-Sprecher in Wien, sind bisher mehr als 2000 Willkommenspakete aus ganz Österreich eingetroffen. Auch er bedankte sich „für die tolle Landecker Initiative“. (hwe)

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