Grundstücksvorsorge in Landeck und Zams gestartet
Aus Privatbesitz in die öffentliche Hand: Kaufvertrag für 5000 m² große Fläche ist unter Dach und Fach. Weitere „Deals“ sind in Verhandlung.
Von Helmut Wenzel
Landeck, Zams –Ein paar Quadratmeter beim Rathaus, bei Schulen und Kindergärten, der Park beim Altenheim, etwas Wald, eine Vorsorgefläche für die Friedhofserweiterung – dann ist bald Schluss mit dem Grundbesitz der Stadtgemeinde Landeck. Vor diesem Hintergrund betreibt Landeck gemeinsam mit Zams „aktives Flächenmanagement“ – die TT berichtete.
Als eine der „strategisch wichtigen“ Flächen für Landeck galt seit Jahren das „Billa-Areal“, das unmittelbar an die Objekte der Landecker Wirtschaftsschulen angrenzt. „Der Kaufvertrag ist jetzt unter Dach und Fach“, bestätigte Bürgermeister Wolfgang Jörg auf Anfrage der TT am Dienstag. Verhandelt habe man über einen längeren Zeitraum, bis der Preis fixiert werden konnte.
Die private, rund 5000 Quadratmeter große Immobilie wandert laut Jörg zunächst in den Besitz der Projekt- und Strukturentwicklungsgenossenschaft (PSG), an der die Gemeinden Landeck und Zams mit je 35 Prozent sowie die Raiffeisenbank Oberland mit 30 Prozent beteiligt sind.
Der „Deal“ sei aus Gründen der Vertraulichkeit und aus Rücksichtnahme auf den Verkäufer im nicht-öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung besprochen worden, erläuterte der Bürgermeister. Wie die Immobilie genutzt werden soll, ist für Jörg derzeit offen. Kolportiert wird, dass dort ein weiteres Objekt zum Ausbau des Schulzentrums Landeck-Bruggen entstehen könnte. „Genauso gut kann ich mir einen Gewerbebetrieb vorstellen“, so Jörg. Die PSG habe derzeit drei bis vier weitere „strategisch wichtige“ Grundstücke in Landeck und Zams im Auge. Derartige Grundstückskäufe würden mit 25 Prozent Eigenmitteln sowie mit Fremdmitteln in Höhe von 75 Prozent finanziert. Die PSG dürfe nicht gewinnorientiert arbeiten – die Weiterveräußerung von Immobilien dürfe „nur“ kostendeckend sein, hob der Landecker Bürgermeister hervor.
Sein Zammer Kollege Siggi Geiger bestätigte die Aktivitäten der Strukturentwicklungsgesellschaft. Laufend würden Grundstücke geprüft, wenn sie für die Ziele der PSG interessant sind.
Eine Immobilie, die zur Realisierung des Kreisverkehrs an der Hauptstraße/Buntweg wichtig gewesen wäre, habe laut Geiger allerdings nicht angekauft werden können. Fazit: An der stark frequentierten Kreuzung ist nun eine Ampellösung statt des Kreisverkehrs geplant.