Flüchtlinge - Kanzleramt bietet Innenministerium Zusatz-Personal an

Wien (APA) - Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen bietet das Bundeskanzleramt dem Innenministerium zusätzliches Personal an. Das Bund...

Wien (APA) - Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen bietet das Bundeskanzleramt dem Innenministerium zusätzliches Personal an. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) „könnte von derzeit etwas mehr als 600 Stellen auf 900 aufgestockt werden - auf Basis der bereits bestehenden Zusagen, ohne weitere Planstellenpakete“, kündigte die zuständige Staatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) gegenüber der APA an.

222 Planstellen wurden dem BFA seit dem Vorjahr bereits fix zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2014 gab es für die Einrichtung des BFA 70 zusätzliche Planstellen. Seither wurden von der Post bzw. Telekom 27 weitere fix in das Bundesamt versetzt. Und mit 1. Jänner 2016 erhält das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl weitere 125 Planstellen gutgeschrieben, teilte das Steßl-Büro am Dienstag der APA mit.

Insgesamt ist laut Beamten-Staatssekretariat eine weitere Aufstockung von anderen öffentlichen Bereichen, wo die Bediensteten nicht mehr gebraucht werden, um bis zu 230 Stellen möglich, wovon 80 Personen aus dem Verteidigungsministerium bereits konkretes Interesse gezeigt haben - das heißt sich entweder beworben haben oder vom BFA in Evidenz gehalten werden.

Das Beamten-Staatssekretariat verweist auch darauf, dass der Bereich Sicherheit personell gestärkt wurde und weiterhin wird. In dieser Regierungsperiode erhält das Innenministerium insgesamt 1.000 zusätzliche Polizisten-Planstellen. 250 wurden 2015 gutgeschrieben, in den Jahren 2016, 2017 und 2018 kommen insgesamt weitere 750 dazu.

Steßl betonte, das Bundeskanzleramt sei bereit, Möglichkeiten zu prüfen, die Herausforderungen der Flüchtlingskrise auch personell zu bewältigen. „Alternativen für eine rasche Unterstützung sind Dienstzuteilungen, temporäre Aushilfen, Inanspruchnahme von Amtshilfe, Umschichtungen innerhalb des Bundes sowie von Ausgegliederten und Gebietskörperschaften sowie weitere flexible Beschäftigungsmöglichkeiten.“