Burkina Faso - Hunderte Putschisten kapitulierten
Ouagadougou (APA/dpa/AFP) - Hunderte Putschisten haben laut Augenzeugenberichten im westafrikanischen Burkina Faso ihre Waffen niedergelegt....
Ouagadougou (APA/dpa/AFP) - Hunderte Putschisten haben laut Augenzeugenberichten im westafrikanischen Burkina Faso ihre Waffen niedergelegt. In den frühen Morgenstunden ließen Mitglieder der Präsidentengarde zudem den gefangen gehaltenen Ministerpräsidenten frei, berichtete der örtliche Radiosender Omega am Dienstag.
Isaac Zida, der sich seit Mittwoch in den Händen der Putschisten befand, sei nun an einem „sicheren Ort“. Der Interimsministerpräsident habe am Dienstagmorgen den Präsidentenpalast in Ouagadougou verlassen dürfen, um in seine Amtsresidenz zurückzukehren, hieß es von Seiten der Polizei sowie aus Zidas Umfeld.
Am Vorabend hatte der Anführer des Staatsstreichs das Land und die internationale Gemeinschaft um Entschuldigung gebeten. Die Präsidentengarde hatte vergangenen Mittwoch eine Kabinettssitzung im Präsidentschaftspalast gestürmt und Übergangspräsident Michel Kafando und mehrere Regierungsmitglieder festgenommen. Der Staatschef kam bereits am Freitag wieder frei.
In der Nacht auf Dienstag marschierte die Armee in die Hauptstadt ein und nahm offenbar Verhandlungen mit den Putschisten auf, um die Krise ohne Blutvergießen zu beenden. Die Armeeführung hatte die Putschisten zuvor bereits aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen.
Nach dem Staatsstreich hatte sich das Militär zunächst zurückgehalten. Am Montag hieß es dann in einer von den Chefs mehrerer Armeeverbände unterzeichneten Erklärung, alle Armee-Einheiten seien auf dem Weg nach Ouagadougou, um die Putschisten zu entwaffnen.