Flüchtlinge - Etwa 2.000 in steirischen Transitunterkünften
Graz/Spielfeld (APA) - Rund 2.000 Flüchtlinge haben sich Dienstagvormittag in steirischen Notunterkünften befunden. In der Nacht waren rund ...
Graz/Spielfeld (APA) - Rund 2.000 Flüchtlinge haben sich Dienstagvormittag in steirischen Notunterkünften befunden. In der Nacht waren rund 200 mit einem Zug von Maribor nach Österreich eingereist. Sie wurden in das Transitquartier nach Graz-Webling gebracht. Weitere etwa 170 Personen sind zu Fuß über den Grenzübergang Spielfeld auf österreichischen Boden gelangt.
Die Lage an den steirisch-slowenischen Grenzen war laut Landespolizeidirektion Steiermark ruhig. Am Morgen wurden an der Westseite des Grazer Hauptbahnhofs in der Waagner-Biro-Straße Parkplätze für die Shuttle-Busse eingerichtet. Im Laufe des Dienstags soll ein Sonderzug mit rund 500 Flüchtlingen aus den steirischen Notquartieren vom Hauptbahnhof in Richtung Linz abfahren, erklärte Leo Josefus den Einsatz von etwa ein Dutzend Militärpolizisten und ÖBB-Sicherheitsleuten am provisorischen Parkplatz. Seit Anfang der Woche haben 45 Schutzsuchende österreichisches Asyl in der Steiermark beantragt.
Das Rote Kreuz teilte mit, dass im ehemaligen Euro-Shopping-Center in Graz-Webling Dienstagfrüh mehr als 1.120 Menschen betreut werden, wobei noch Kapazität für knapp 400 weitere Personen sei. In der früheren Bellaflora-Halle in Feldkirchen bei Graz versorgen sie knapp 200 Migranten, etwa doppelt so viele Menschen haben in dem ehemaligen Gartengeschäft Platz. In der Sammelstelle Spielfeld waren am Morgen 72 Flüchtlinge in Betreuung des Rettungsdienstes, an der Sammelstelle Radkersburg war vorläufig kein Flüchtling. Das Rote Kreuz Steiermark legte auch seine vorläufige Statistik vor: Im Zuge der Flüchtlingshilfe wurden bisher 11.664 Flaschen Mineralwasser, 2.900 Kilogramm Rindergulasch, 760 Kilogramm Äpfel, 684 Kilogramm Brot und 612 Kilogramm Bananen ausgegeben.
Der Samariterbund, der in der Steiermark-Halle am Schwarzlsee Schutzsuchende versorgt, sprach Dienstagfrüh von 600 Menschen in der Halle, die noch Platz für etwa 300 weitere Flüchtlinge habe. Acht Mitglieder des Samariterbundes sowie 30 bis 50 Freiwillige kümmern sich um die Menschen. Die Lage sei ruhig und die Migranten würden zunehmend wieder fit, weil sie sich ausrasten konnten, sagte Wolfgang Krenn. Er hoffe, dass die meisten noch am Dienstag weiterreisen können, manche seien schon fast zwei Tage in dem Notquartier.