Flüchtlinge - Tschechien bekräftigt Nein zu Quotenlösung

Prag/Brüssel (APA) - Unmittelbar vor Beginn eines Sondertreffens der EU-Innenminister zur Verteilung von 120.000 Flüchtlingen in Europa, hat...

Prag/Brüssel (APA) - Unmittelbar vor Beginn eines Sondertreffens der EU-Innenminister zur Verteilung von 120.000 Flüchtlingen in Europa, hat Tschechien derartige Quoten am Dienstag erneut abgelehnt. Sowohl Innenminister Milan Chovanec als auch er selbst würden diese Position in Brüssel „strikt“ vertreten, sagte Premier Bohuslav Sobotka bei einer Pressekonferenz vor Chovanecs Abflug nach Belgien.

Sobotka hatte den Innenminister demonstrativ zum Prager Flughafen begleitet. Am morgigen Mittwoch wird er selbst zum Flüchtlingssondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs nach Brüssel reisen. Tschechien sei bereit zu helfen, aber nur auf freiwilliger Basis, betonte der Premier. Prag wolle die Kontrolle über die „Migrantenströme“ behalten, auch aus Sicherheitsgründen, fügte Sobotka hinzu.

Eine vorrangig von Österreich und Deutschland geforderte Verknüpfung mit Zahlungen aus den EU-Fonds bzw. etwaige Strafzahlungen seien „unannehmbar“, betonte der Premier. Diese scheinen aber ohnehin vom Tisch zu sein, wie es zuvor aus deutschen Regierungskreisen geheißen hatte.