Flüchtlinge - Italien übt scharfe Kritik an Ungarn

Rom (APA) - Italien übt scharfe Kritik an Ungarns Umgang mit der Flüchtlingsproblematik. „Ich bin von Ungarns Verhalten erstaunt, das ist fa...

Rom (APA) - Italien übt scharfe Kritik an Ungarns Umgang mit der Flüchtlingsproblematik. „Ich bin von Ungarns Verhalten erstaunt, das ist fast eine Ohrfeige für uns alle, die an die EU-Erweiterung geglaubt haben“, sagte der italienische Außenminister Paolo Gentiloni nach Medienangaben vom Dienstag.

Die politische Antwort auf die Flüchtlingskrise in Europa sei eine Flexibilisierung des Dubliner Abkommens. „Das Dubliner Abkommen muss geändert werden, ohne dass am Schengen-Vertrag gerüttelt wird“, sagte Gentiloni.

Die Migration sei ein „permanentes Phänomen“, mit dem die EU-Länder umgehen müssten, ohne Ängste zu verbreiten. „Wir müssen die öffentliche Meinung daran gewöhnen, dass die Migration ein langfristiges Phänomen sein wird. Wenn wir die Migration als täglichen Notstand erleben, wird es viel schwieriger sein, damit umzugehen“, so Gentiloni.

„Migranten kommen nicht nur aus Krisen- und Kriegssituationen. Migration ist ein permanentes, instabiles Phänomen. Es wird immer schwieriger werden, zwischen politischen Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten zu unterscheiden“, so Gentiloni.